Haltestellen werden barrierefrei

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Insgesamt elf Bushaltestellen werden in Oberkochen in den kommenden Jahren so umgestaltet, dass sie keine Barrieren für Menschen mit Handycap mehr aufweisen.
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Die Stadt Oberkochen wird in den beiden nächsten Jahren insgesamt elf Bushaltestellen für einen barrierefreien öffentlichen Personennahverkehr umgestalten.

Oberkochen

Laut gesetzlicher Vorgabe müsse die Barrierefreiheit bei den Bushaltestellen für jedes Element gewährleistet sein, soweit dies baulich machbar ist, sagt Stadtbaumeister Johannes Thalheimer. Das Büro Stadtlandingenieure aus Ellwangen hat eine Entwurfsplanung für die insgesamt elf Bushaltestellen im Stadtgebiet vorgelegt.

Zielstellung sei ein möglichst einheitliches Konzept, um mobilitätseingeschränkten Personen die Orientierung zu erleichtern, heißt es im Planungskonzept. Konkret geht es um eine einfache um die Anfahrbarkeit mit Sonderbord und Spurführung, um taktile Leitsysteme im Haltestellen-Umfeld und um barrierefreie Überfahrtsstein. Im Fokus stehen aber auch ausreichend große Warteflächen und barrierefrei gestaltete Buswartehäuser.

Warum nicht alles möglich ist

Im Zuge der Sanierung des Hölderlinwegs und der Sanierung des Kreuzungsbereichs Goethestraße und Jenaer Straße wurde die Haltestelle unterhalb des Ernst-Abbe-Gymnasiums bereits teilweise umgebaut. Der Haltepunkt der Insel ist Teil des zweiten Bauabschnitts.

Diese Haltestelle konnte bislang nicht optimal angefahren werden, da die Insel ein rechtzeitiges Einschwenken verhinderte und der Bussteig einen ungünstigen Winkel aufweist. Ein Beispiel dafür, dass Fakten einfach gegen eine wünschenswerte Umgestaltung sprechen, ist die Situation in der Langertstraße. Beide Haltestellen – in Richtung Heide und Stadtmitte – werden als Haltestellen am Fahrbahnrand ausgebaut. An beiden Haltestellen wird ein Bus-Sonderbord mit zwölf Meter Länge und achtzehn Zentimeter Anschlag eingebaut und an den vorderen Einstiegsstellen werden Rippenplatten (taktile Elemente) als Auffindestreifen eingebaut.

Allerdings: Aufgrund der Eigentumsverhältnisse erhält die Haltestelle in Richtung Heide kein Buswartehaus. Die Aufstellfläche beträgt nur 1,90 Meter und der Grunderwerbe ist gescheitert. Für die Förderung des Projekts wurde die Stadt Oberkochen ins Landesprogramm aufgenommen. Die Ausschreibung soll noch in diesem Herbst erfolgen und die Bauausführung soll in Teilabschnitten 2022 beginnen und 2023 abgeschlossen werden.

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