Heideladen: verhalten optimistisch

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Der neu gewählte Aufsichtsrat des genossenschaftlichen Heideladens (von links): Helmut Funk, Victoria Sieben, Diana Schmidt und Götz Hopfensitz.
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Am 18. November wird das fünfjährige Bestehen gefeiert. Warum die Pandemie keine Dellen geschlagen und gar für einen Aufschwung gesorgt hat.

Oberkochen

Die Heideladen eG hat einen neuen Aufsichtsrat gewählt, als dessen Vorsitzender das Gründungsmitglied und ehemaliger Vorstand Helmut Funk bestimmt wurde. Sein Stellvertreter ist der frühere Vorstand Götz Hopfensitz.

Das Konzept der regionalen Nahversorgung habe sich als Verbesserung der Lebensqualität im Stadtteil Heide erwiesen, blickte der neue Aufsichtsratsvorsitzende Helmut Funk auf die letzten fast fünf Jahre zurück.

Viele Bewohner könnten den Laden fußläufig erreichen und sich somit selbst und umweltbewusst versorgen. „Unser Genossenschaftsladen ist gut durch die Pandemie gekommen“, betonte Funk.

Es habe eine deutliche Steigerung der Kundenfrequenz und auch des Umsatzes gegeben. Dies habe letztlich auch die wirtschaftliche Situation des Heideladens verbessert. Gerade die Pandemie habe unter Beweis gestellt, dass im Stadtteil Heide das Käuferpotenzial für die Existenzsicherung des Heideladens sehr wohl vorhanden sei. Die Bewohner müssten aber dran bleiben und dauerhaft so viel wie möglich im Heideladen einkaufen. Leider, so Funk weiter, lasse aktuell dieser positive Trend mit den fallenden Inzidenz-Zahlen wieder spürbar nach.

Vorteil in Pandemiezeiten

Während der Pandemie hätten nicht wenige erkannt, welche Vorteile eine Nahversorgung gerade für ältere Menschen habe. So wäre es auch schaden, wenn das Engagement der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer auf der Heide nicht weiterhin bestehen könnte. Auch neue Wege stünden bei den Verantwortlichen auf der Agenda.

Man habe eine Umgestaltung des Warensortiments eingeleitet. Die Vorstandschaft verspreche sich einen Zugewinn bei den Kunden durch die Umstellung der alltäglichen Waren auf Edeka-Foodservice.

Auch in einigen anderen Segmenten plane man eine Produktverbesserung, um den Ansprüchen der Kunden gerecht zu werden. Die beiden ehemaligen Vorstände Götz Hopfensitz und Helmut Funk blickten auf die ersten Jahre und die Entwicklung des Heideladens zurück.

Viele Hürden habe man überwinden müssen. Es sei nicht einfach gewesen, als Neulinge im Lebensmittelgeschäft die richtige Passform des Warensortiments für jedes Segment wie auch die richtigen Zulieferer zu finden und dies dann in der Gesamtheit wirtschaftlich zu betreiben. Auch sei der Aufwand groß gewesen, um allen Institutionen wie zum Beispiel dem Prüfungsverband deutscher Konsum- und Dienstleistungsgenossenschaften gerecht zu werden.

Bewohner noch immer skeptisch

Leider sei es bis heute nicht in ausreichendem Maß gelungen, die Mehrheit der Heide-Bewohner für das Konzept „Miteinander – Füreinander“ als eine Sinngemeinschaft zu überzeugen, erklärte Götz Hopfensitz. Es gebe immer noch Bewohner und auch Genossenschaftsmitglieder, die die Überlebensfähigkeit des Bürgerprojekts in Frage stellten. Man stelle seitens der Vorstandschaft alle Bemühungen an, dass „Der Laden des Vergessens“ der Vergangenheit angehöre.

Jubiläum steht an

Es gehe um ein Bürgerprojekt von Bürgern für Bürger, hinter dem möglichst kollektiv alle stehen sollten, so die Vorstandschaft, in der seit Mitte 2020 Diana Schmidt und Victoria Sieben gleichberechtigt die Spitze bilden und das neue „Frauengesicht“ des Heideladens sind.

Am 18. November soll das fünfjährige Bestehen des Genossenschaftsladens gefeiert werden. „Wir blicken trotz aller Probleme positiv in die Zukunft“, sagt Helmut Funk.

So hoffe man auch, dass bald wieder Veranstaltungen wie Seniorennachmittage, Grillfeste und Weinproben stattfinden könnten. „Heideladen soll Synonym für Nahversorgung, Treffpunkt und Kommunikation sein“, appelliert Götz Hopfensitz.

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