Heimat für die Heidelerche

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Der Volkmarsberg mit seinem Turm in der Luftaufnahme. Foto: privat
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Auf dem Volkmarsberg soll eine Waldbeweidung auf einer Fläche von knapp zwölf Hektar entstehen. Was geplant ist.

Oberkochen

Auf dem Volkmarsberg soll im nördlichen Teil des Naturschutzgebiets eine Waldweide entstehen. Der Wald besteht dort vor allem aus Buchen und Fichten und hat bereits mehrere Lichtungen. Die Heide wird aktuell zwei- bis dreimal jährlich durch den Schäfer beweidet. Die Idee eines Beweidungsprojekts im Wald stammt von Revierförster Reinhold Vogel und dem NABU-Ortsgruppenvorsitzenden Ottmar Bihlmaier, die sich auch in ihrer Funktion als Stadträte für die Umsetzung einsetzten.

Heidelerche soll sich ansiedeln

Bei der Gesamtfläche von 11,8 Hektar handelt es sich um neun Hektar Waldfläche und cirka 2,8 Hektar Offenlandfläche. Im mehreren Vorgesprächen und Vor-Ort-Terminen – auch mit Vertretern der Naturschutzbehörden und des Landschaftserhaltungsverbands - wurde als Teil eines Maßnahmenkomplexes zur Wiederansiedlung der Heidelerche auch die Beweidung zum Thema gemacht. Von dem Projekt sind keine landwirtschaftlichen Betriebe betroffen, die Fläche befindet sich vollständig im Eigentum der Stadt Oberkochen. Die Beweidung soll durch den Schäfer, der bereits die angrenzenden Wacholderheiden beweidet, durchgeführt werden.

Wie die Stadtverwaltung mitteilt, soll das Projekt langfristig angelegt werden, da dies Voraussetzung für anerkannte Ökopunkte ist und die Projektträgerschaft sich bei der Stadt und damit in öffentlicher Hand befindet. Ziele der Beweidung sind die Wiederansiedlung der Heidelerche und die Schaffung eines lichten Walds als Übergangsbereich zwischen der Wacholderheide und dem dichteren Wald an den Hängen des Volkmarsbergs.

Geplante Maßnahmen

An den Zukunftsbäumen soll ein Verbissschutz angebracht werden. Zeitpunkte und Dauer der Beweidung werden nicht starr festgelegt. Anfangs soll die Beweidungsdauer kürzer sein, da das Nahrungsangebot innerhalb der Waldflächen noch gering sein wird. Wie Vogel und Bihlmaier betonen, werde der Schwerpunkt am Anfang auf der Auslichtung liegen. Diese soll vor allem durch die Ziegen der Herde erfolgen. Dazu soll die Fläche in mehreren Teilflächen abschnittsweisebeweidet werden. Ist die Auslichtung fortgeschritten soll die Fläche stoßweise zwei- bis dreimal pro Jahr beweidet werden. Quasi als „Zukunftsmusik“ ist auch eine Ganzjahresbeweidung mit Rindern eine Option. Die Zäunung ist mit mobilen Netzzäunen geplant. Auch ist angedacht, Teilabschnitte mit Festzäunen einzumachen.

Im Gemeinderat soll über das Projekt informiert werden. Zudem ist geplant, eine Informationstafel beim Volkmarsbergturm aufzustellen.

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