Hensoldt-Ansiedlung eine Hürde weiter

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Blick auf Teile des Gewerbegebiets Oberkochen Süd II mit YG-1 (im Vordergrund). Das geplante Gewerbegebiet Oberkochen Süd III schließt sich ab dem Weg an. Die Firma Hensoldt hat jetzt die für YG-1 bisher reservierte Freifläche gekauft und plant darauf so
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Worüber der Zweckverband diskutiert und wie die Lösung aussieht.

Oberkochen. Mit der Änderung des Flächennutzungsplans, damit die Firma Hensoldt im Oberkochener Gewerbegebiet Süd bauen kann, befasste sich jetzt auch der Zweckverband Interkommunales Gewerbegebiet Oberkochen-Königsbronn. Zweckverbandsvorsitzender und Königsbronner Bürgermeister Michael Stütz betonte eingangs, wie nötig es sei, dass die Verlagerung des Unternehmens am Ort funktioniere. Oberkochen habe bereits entsprechende Planungen angepasst.

Der Sachverhalt

Stütz schilderte die Situation, dass die Stadt Oberkochen die planerischen Voraussetzungen für die Verlagerung der Firma schaffen wolle und das sogenannte Plangebiet bereits im Gemeinderat der Stadt beschlossen worden sei. Stütz verwies darauf, dass der Flächenverbrauch bereits von 8,3 auf 6,1 Hektar reduziert sei. „Dabei sind 2,8 Hektar Teil des Bebauungsplans Oberkochen Süd II“, sagte Stütz. Der Eingriff in die seither unbeplante Natur und Landschaft werde auf 3,3 Hektar begrenzt.

Gespräche mit Hensoldt

Der Zweckverbandsvorsitzende erinnerte zudem daran, dass 20 Alternativstandorte inner- und außerhalb Oberkochens untersucht und als „nicht geeignet“ eingestuft worden seien.

„In zwei Gesprächen mit der Geschäftsleitung der Firma Hensoldt ging es um die Standortfaktoren“, erklärte Stütz. Dabei habe das Management signalisiert, dass es sich auch einen Standort ganz außerhalb der Region vorstellen könne. „Deshalb sind wir jetzt aufgerufen, dem Zielabweichungsverfahren zuzustimmen“, hob Stütz hervor. Man wolle das Verfahren positiv begleiten um die 700 Arbeitsplätze im Hochtechnologiebereich in der Region zu halben, empfahl Stütz dem Gremium.

Zuvor hatte er auch die Zufahrt zu den Gewerbegebieten Süd II und Süd III und damit den Kreisverkehr an der B-19-Anschlussstelle „Oberkochen Süd“ zum Thema gemacht. Dieser sei nicht leistungsfähig genug und müsse umgebaut werden. Vorgesehen sei dieser Umbau noch vor der Inbetriebnahme des neuen Gewerbegebiets.

Kreisverkehr – ein Problem

Wolfgang Lutz (Königsbronn, SPD) signalisierte Zustimmung, allerdings mit dem Hinweis, dass dies zeitlich nicht realistisch sei. Hier hakte dann auch Oberkochens Bürgermeister und Zweckverbands-Vize Peter Traub ein. „Das würde uns vor Probleme stellen“, räumte er ein. Wenn alles gut laufe, könne man mit den Bauarbeiten für den neuen Kreisverkehr 2023 beginnen. Die Maßnahme brauche etwa zwei Jahre, was bedeute, dass 2025 der leistungsstarke Knoten fertig sei. „Es wäre hilfreich, wir könnten den Satz mit der Fertigstellung 2024 streichen“, bat Traub.

Das Gremium kam seiner Bitte nach und votierte einstimmig für die Streichung, für das Zielabweichungsverfahren und die Flächennutzungsplanänderung.

⋌Ulrike Schneider

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