Im Frieden sein, um Frieden zu geben

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Die Bläsergruppe der Stadtkapelle Oberkochen unter der Leitung von Hans Gerd Burr umrahmte die Gedenkstunde zum Volkstrauertag auf dem städtischen Friedhof. Foto: Jürgen Eschenhorn
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Erinnerung an die Toten der Weltkriege und Opfer politischer Verfolgung und Vernichtung:Gedenkstunde gegen das Vergessen auf dem städtischen Friedhof in Oberkochen.

Oberkochen

Zur Gedenkstunde zum Volkstrauertag waren zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, Vertreter der politischen Parteien, der Feuerwehr und des DRK sowie anderer Hilfsorganisationen sowie der Vereine zum Ehrenmal auf dem städtischen Friedhof gekommen. In einer würdevollen und kurzen Veranstaltung gedachte man der Opfer von Kriegen und Verfolgung.

Nach einem Einführungsstück der Stadtkapelle hielt Elisabeth Menke, stellvertretende Schulleiterin der Dreißentalschule, die Ansprache. Man gedenke bundesweit der Toten der Weltkriege, der Opfer von politischer Verfolgung und Vernichtung in den Konzentrationslagern, der Flüchtlinge der Kriege, der Opfer von Extremismus und Terrorismus  sowie Rassismus und Hass und der toten Soldaten der Bundeswehrmissionen. Der Tag sei ein Tag des Nachdenkens, des Mahnens, des Gedenkens, des Rückblicks, denn derzeit seien diese Gründe wieder sehr aktuell angesichts des Geschehens in der Ukraine, aber auch an anderen Kriegsgebieten der Welt.  „Diese Kriege zeigen die Sinnlosigkeit. Dieses Empfinden ist bei uns in Vergessenheit geraten, wurde jetzt wieder aufgeweckt“, sagte sie. „Nur wer mit sich in Frieden ist, kann Frieden geben.“

Unter den Klängen vom „Guten Kameraden“ legten Bürgermeister Peter Traub und Vertreter der Hilfsorganisationen Kränze vor dem Ehrenmal und den Fahnenabordnungen nieder; an Traubs Kranz waren Bänder in den ukrainischen Farben. Pfarrer Marco Frey hoffte in seinem Gebet, dass man in Russland einsehe, dass der Krieg „Wahnsinn ist“. Er bedauerte, dass es für Christen notwendig sei, Waffen zu liefern. Frey gab der Hoffnung Ausdruck, dass es bald zum Frieden komme und eine gerechtere Welt entstehe.

In seinem Schlusswort dankte Traub allen Mitwirkenden, und bedauerte, dass „dieser Tag bei den jungen Menschen in Vergessenheit geraten ist. Dabei ist er gerade aktuell wie lange nicht“, sagte er. Umrahmt wurde die Veranstaltung von einer Bläsergruppe der Stadtkapelle unter der Leitung von Hans Gerd Burr.

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