Im Wald die zweite Heimat gefunden

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Sie ehrten Jubilar Karl Fischer (Mitte): Revierförster Reinhold Vogel, Vorstand Bruno Balle, Rechner Willi Grupp und Forstdezernent Johann Reck (von links).

Karl Fischer wurde für 40 Jahre Einsatz geehrt.

Oberkochen. „Einen vom alten Schlag“, nennt Forstdezernent Johann Reck Karl Fischer. „Praktisch veranlagt“ und „geschäftstüchtig“ lauten die Attribute von Revierförster Reinhold Vogel und der langjährige Vorstand Bruno Balle zeichnet für eine Laudatio verantwortlich, die auf „KF“ punktgenau zutrifft.

In der 155-jährigen Tradition der Realgenossenschaft habe es kaum einen Beschäftigten gegeben, der mit dem Wald so auf Du und Du gewesen sei und der wohl jeden Distrikt des Realwalds kenne wie seine eigene Hosentasche.

Am 1. April 1981 war Karl Fischer in den Dienst der Realgenossenschaft getreten, nachdem sein Berufsweg in der Oberkochener Metallindustrie begonnen hatte. Fleiß, Durchsetzungsvermögen und eine gesunde Moral habe er im Elternhaus, einem uralten Bauerngeschlecht, mit in sein eigenes Leben genommen. „Schaffen und Streben ist ein Naturell unseres Jubilars“, erklärte Vorstand Balle. Sein Motiv sei die Nähe zur Natur, erkenne den Realwald aus dem Effeff als Holzfäller, in der Pflege der Jungbestände und in der Kultivierung. Groß seien seine Verdienste für die Wirtschaftlichkeit der Realgenossenschaft. Dabei habe gewiss nicht nur der Holzeinhieb im Fokus gestanden, sondern das gesamte Spektrum der waldlichen Belange. So sei ihm der Wald zur zweiten Heimat geworden. Vor solch einer Leistung könne man nur den Hut ziehen.

Schaffen und Streben

Als ein enger Weggenosse, der Karl Fischer 37 Jahre lang begleitet hat, skizzierte Revierförster Reinhold Vogel den Jubilar auch in launigen Worten. Die Arbeit in der Metallindustrie sei nicht sein Leben gewesen, der habe die Natur gebraucht: Als Rücker gei der Real, Vater Alfons war schon Rücker, dann als Führungsfigur in der Riege der Waldarbeiter. „Ein absoluter Fachmann bei Fällungen, mit Hingabe und Wissen“, erklärte Vogel. Natürlich habe es auch Gewitter gegeben, aber immer sauber und zukunftsweisend in der Sache. Dass Karl Fischer einige Male drei Schutzengel gehabt habe, ließ der Revierförster nicht außen vor. Seit 2007 bringt „KF“ sein Wissen als Mitglied des Verwaltungsrats ein. Johann Reck drückte seine Wertschätzung im Namen des Forstdezernats des Ostalbkreises aus. Karl Fischer sei personifiziertes Synonym für Loyalität für den Arbeitgeber. Karl Fischer machte es, für ihn typisch, kurz, knapp und herzlich: „Danke, ich habe immer viel Freude gehabt.“ Lothar Schell

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