Knoten Oko-Süd wird neu gestaltet

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Ein Blick auf die aktuelle B 19-Anschlussstelle Oberkochen Süd. Der Knoten erhält- über den bestehenden Kreisel gelegt - einen elliptischen Kreisverkehr. Radwege werden parallel dazu neu gebaut und die Kreisstraße ertüchtigt. Archivfoto: opo
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Für rund zehn Millionen Euro erweitern und ertüchtigen Stadt, Landkreis und Land die Anschlussstelle in Oberkochen. Dies soll Kfz-Rückstaus verhindern und Radlern mehr Sicherheit bringen.

Oberkochen

Die Achse Aalen-Heidenheim ist für die Wirtschaftsregion Ostwürttemberg zentral, aber auch verkehrsreich. Die Anschlussstelle Oberkochen-Süd sei nicht mehr leistungsfähig genug, meinen die Experten. Durch den unzureichenden Verkehrsabfluss komme es zu Rückstaus. Diese reichten bis mehrere hundert Meter in die B 19 hinein und brächten Verkehrsgefährdungen, erläuterte Andreas Weiß, der Kreis-Geschäftsbereichsleiter Verkehrsinfrastruktur dem Ausschuss für Umweltschutz und Kreisentwicklung. Das Gremium begrüßte die Planung für den Ausbau der Anschlussstelle im Zuge von B 19 und K 3292 sowie mehrerer Stadtstraßen und die geplanten Verbesserungen für den Radverkehr und hat der Kostenteilung zugestimmt.

Mehr Verkehr, mehr neue Jobs in Oberkochen und die Aufsiedelung des interkommunalen Gewerbegebietes Königsbronn/Oberkochen (SMT) seit 2001 schaffen Handlungsbedarf. Zudem sollen über die Anschlussstelle Oberkochen-Süd weitere Gewerbegebietsflächen erschlossen werden – was weiteren Verkehr bringen wird.

Der Knotenpunkt ist bislang allein auf Kfz-Verkehr ausgerichtet. Mit dem Ausbau sollen daher nun auch gesonderte, sichere Radwegeverbindungen geschaffen werden. So werde insbesondere die parallel zur B 19 verlaufende Radverbindung Aalen-Heidenheim beschleunigt und sicherer gemacht meint Weiß. Zudem werde die Verknüpfung mit den südlichen Bereichen Oberkochens (Richtung Zeiss-Stammwerk) verbessert.

In enger Zusammenarbeit haben das Regierungspräsidium, die Stadt Oberkochen und das Landratsamt eine Lösung entwickelt, die die Defizite des Knotens beseitigen soll. Die Maßnahme soll als gemeinsames Projekt von Kreis-Straßenbauverwaltung und der Stadt realisiert werden. Die vorläufigen Herstellungskosten hat das Büro G+H-Ingenieure Anfang Februar 2022 auf insgesamt rund 10,09 Millionen Euro geschätzt. Da die K 3292 in den Knotenpunkt einmündet, muss sich der Landkreis an der Maßnahme finanziell beteiligen.

Konkret ergibt sich ein Kostenanteil von 12,66 Prozent in Höhe von 1,177 Millionen Euro. Der Ostalbkreis hofft auf einen Landeszuschuss von 50 Prozent. Der pauschale Planungskostenzuschlag in Höhe von zehn Prozent auf die zuwendungsfähigen Kosten wird der Stadt Oberkochen überlassen, die dafür die Zuschussabwicklung auch für den Landkreis sowie die Planung, Ausschreibung, Vergabe und den Bau abwickelt.

Für die Baumaßnahme sei kein Rechtsverfahren nötig, da mit den Trägern öffentlicher Belange jeweils bilaterale Lösungen herbeigeführt werden könnten und Grunderwerb auf freiwilliger Basis möglich sei, so Weiß.

Mit dem Bau begonnen werden soll im zweiten Quartal 2023, 2025 soll alles fertig sein. „Dieser Zeitplan ist sehr ambitioniert, aber noch realistisch“, so Weiß.

Der Kostenanteil für den Kreis von 600.000 Euro - nach Abzug der Zuschüsse - könne 2024 und 2025 finanziert werden.

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