Laufintensiv und fast berührungslos

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Diese TSVler haben Spaß an "Ultimate Frisbee".

In Amerika und Kanada frönen fast fünf Millionen Menschen dem "Ultimate Frisbee". Beim TSV Oberkochen ist eine neue Abteilung unter Leitung von Richard Kaack entstanden.

Oberkochen

Auch hierzulande hat das laufintensive Teamspiel mit einer 175 Gramm schweren Frisbee-Scheibe inzwischen Freunde gefunden. Einige Ultimate-Spieler haben sich im Raum Aalen und Oberkochen zusammengefunden, um ein Team beim TSV Oberkochen zu formen. Bislang sind dies junge, zugezogene Zeiss-Mitarbeiter und Studierende der Aalener Hochschule.

Montags, von 17.30 bis 19.30 Uhr wird im Carl-Zeiss-Stadion trainiert. "In den ersten 90 Minuten trainieren wir Wurftechniken und Taktiken und am Ende ist immer ein freies Spiel", sagt Abteilungsleiter Richard Kaack. Bei Spaßturnieren wird das Erlernte gegen andere Teams aus probiert.

Und das ist "Ultimate Frisbee"

Zwei Teams spielen mit jeweils sieben Spielerinnen und Spielern gegeneinander. Das Spielfeld ist genauso lang und halb so breit wie ein Fußballfeld. Ziel ist, die Scheibe mit Pässen Richtung gegnerische Endzone zu bewegen und darin zu fangen. Dabei darf sich die Person im Scheibenbesitz nicht bewegen. Lediglich ein Sternschritt ist erlaubt – wie beim Basketball. Man hat zehn Sekunden Zeit, um die Frisbee-Scheibe weiterzuspielen. Alle anderen Spieler dürfen sich frei bewegen. Gelingt in dieser Zeit kein Pass, erhält das andere Team die Scheibe. Dies gilt auch, wenn ein Pass nicht gefangen werden kann oder im Aus landet. Somit wird das verteidigende Team sofort zum angreifenden. Nach jedem Punkt dürfen beliebig viele Spielerinnen und Spieler auswechseln.

"Ultimate Frisbee hebt sich von anderen Sportarten ab, das es selbstreguliert ist", sagt der Abteilungsleiter. Grundsätzlich ist es ein körperkontaktloser Sport. Regelverletzungen werden ohne Schiedsrichter von den Akteuren auf dem Platz untereinander geklärt, basierend auf dem "Spirit of Game". Dieser geht davon aus, dass niemand die Regeln absichtlich verletzt oder zu seinen Gunsten auslegt.

"Ultimate" ist auch für Schulen und Freizeitgruppen geeignet, weil der Sport in vielen Varianten gespielt werden kann.

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