Lob für Planung der Mehrzweckhalle

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So könnte sie aussehen: Die Sport- und Veranstaltungshalle Dreißental - hier in einer schematischen Ansicht von der Dreißentalstraße / Jahnstraße aus.
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Der Neubau der Sport- und Veranstaltungshalle Dreißental wird wohl nahezu zwanzig Millionen Euro kosten, Architekt Mathis Tröster stellte die Planung im Gemeinderat vor.

„Wir werden eine Wärme ausstrahlende Halle bekommen“.

Mathis Tröster,, Architekt

Oberkochen

Diese Zeitung hatte bereits im Vorfeld aktuell über die Konzeption berichtet. Es sei richtig gewesen, auf eine Sanierung der maroden Dreißentalhalle zu verzichten, erklärte Bürgermeister Peter Traub, der die bereits erfolgten Bauabschnitte mit dem Erweiterungsbau und dem fast fertigen Ausbau der bestehenden Schulgebäude Revue passieren ließ. Verzichtet habe man in der Neuplanung auf eine klassische Stadthalle, man bevorzuge eine Mehrzweck- und Veranstaltungshalle, die auch für den Schulsport geeignet sei. Dem Architekturbüro ACT Tröster + Deucker sei es gelungen, mit einer multifunktionalen Konzeption viele Fliegen mit einer Klappe zu schlagen.

Mathis Tröster ging in überbordender Manier auf sämtliche Räume und Verbindungswege ein (wir berichteten). Für Nutzer und Bürger entstehe ein großer Mehrwert. „Wir werden eine Wärme ausstrahlende Halle bekommen“, so der Architekt.

Kollektiven Beifall gab´s nach dem Vortrag aus den Reihen des Gemeinderats. Traub sprach von einem „ersten, aber erstklassigen Entwurf.“ Der Gebäudegrundriss ist komplex, gleichzeitig aber flexibel und klar strukturiert, um so die unterschiedlichen Nutzungen zu befriedigen.

Fügt sich in die Umgebung ein

Aus städtebaulicher Sicht wird die große Baumasse in einem Baukörper mit Zeltdach für die Halle selbst und eine Verlängerung des vorhandenen Satteldach-Gebäudes der Schule für die Mensa beziehungsweise die Mittagsbetreuung gegliedert. Alle Dächer erhalten Dachziegel und fügen sich, so der allgemeine Tenor, „gut in die Umgebungsbebauung ein.“ Die Musik- und Lichttechnik werde mittels eines mobilen Baukastens realisiert. Der sorge für Flexibilität, weil er an verschiedenen Stellen – je nach Bedarf – aufgestellt werden könne. Tröster betonte, dass fest installierte Regieräume nicht mehr üblich seien, sagte Tröster auf Nachfrage von Thomas Böttcher.

Stimmen aus der Runde

„Wir haben die optimale Lösung gefunden, stellte Richard Burger fest. Die meisten Flächen seien doppelt und gar dreifach nutzbar Michael Wenk wollte Näheres zur Heizung wissen. Mittelfristig wolle man ans Nahwärmenetz anschließen, so Stadtbaumeister Johannes Thalheimer. Vorerst könne man an die bestehende Heizzentrale anbinden.

„Die Vielfach-Nutzung hat mich auf den zweiten Blick begeistert“, erklärte Ulrich Marstaller. Die Konzeption könne variabel auf Veränderungen eingehen. Die Kosten seien natürlich „nicht zu verachten“, meinte Rainer Kaufmann und er fügte hinzu: „Gott sei Dank können wir uns das gerade leisten.“

Auf Nachfrage von Martin Balle hinsichtlich der Akustik versicherte der Architekt, man werde einen Akustiker hinzuziehen. Auch hier werde Multifunktionalität im Fokus stehen. Sprache werde per Headset transportiert.

Tanja Hafner wollte Näheres wissen zum künftigen Bodenbelag – Sportboden oder Parkett? Es werde eher auf Parkett hinauslaufen, meinte der Bürgermeister. Auf den ersten Blick erscheine der Gesamtbau etwas massiv, dies werde städtebaulich eine Umstellung sein, erklärte Peter Beck. Er bat darum, von der Dreißentalstraße her noch eine Alternativlösung vorzulegen. Bürgermeister Traub gab zu bedenken, dass es sich um einen ersten Entwurf handle, jetzt gehe es in die Feinplanung.

Vorplanung und Kostenschätzung (derzeit fünfzehn Millionen Euro) zum Bau der Schul- und Veranstaltungshalle wurden einstimmig genehmigt, ebenso die Beauftragung an die diversen Ingenieurbüros.

Weitere schematische Ansichten der Mehrzweckhalle Dreißental: obere Abbildung vom Süden, untere Abbildung vom Osten.

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