Lösung beim Mühlenverein in Sicht

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Mühle Oberkochen Archivfoto: ls
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Beim Problem um die Führungslosigkeit des Mühlenvereins gibt es Licht am Horizont. Bürgermeister Peter Traub hat sich erfolgreich als Mediator eingeschaltet

Oberkochen

Wie schon jüngst bei den Naturfreunden hatte diese Zeitung die Initialzündung gegeben. Vor wenigen Tagen kam das Thema auch im Technischen Ausschuss zur Sprache. Peter Beck hatte darum gebeten, dass sich der Bürgermeister als Mediator einschalten möge.

Dies ist nun geschehen. Nachdem es dem noch amtierenden Mühlenverein-Vorsitzenden Herbert Soutschek nicht mehr möglich sei, die Aufgaben des Vorsitzenden uneingeschränkt wahrzunehmen, sei es Melanie Fiedler als einziges noch amtierendes Vorstandsmitglied gewesen, die sich sehr engagiert auf die Suche nach erfahrenen Leuten für die Führung des Mühlenverein gemacht habe, erklärte Bürgermeister Peter Traub auf Nachfrage der SchwäPo.

Bei einem Gespräch im Rathaus mit Thomas Keil und Hubert Schlosser gab´s den Schub nach vorn. Keil soll den Vorsitz im Mühlenverein übernehmen und Hubert Schlosser sein „Vize“ werden.

Für Schlosser ist es eine Wiederkehr, er war viele Jahre zweiter Vorsitzender – bis zu seinem Rücktritt. „Die Herren Keil und Schlosser sind erfahrene Leute, die schon viele Jahre im Mühlenverein aktiv waren“, so der Bürgermeister. Mit Hilfe von Melanie Fiedler sei es den beiden gelungen, ein komplettes Vorstandsteam zusammenzustellen. So haben sich Claudia Traub und Jacqueline Mikulle-Fuchs bereiterklärt, als Kassenführerin bzw. Schriftführerin im Vorstand des Mühlenvereins aktiv tätig zu sein. Auch diese beiden Personen sind in der Vereinsarbeit erfahren. „Die Grundlage für einen Neustart ist geschaffen“, zeigt sich Peter Traub zufrieden.

Übergabe wird vorbereitet

Damit die Wachablösung gelingt, soll nun in den kommenden Wochen die Übergabe der Amtsgeschäfte vorbereitet werden. Spätestens im Juni soll eine Mitgliederversammlung einberufen werden. „Wir wollen Vereinsfeste in der Mühlenscheune wieder ermöglichen“, erklärt Thomas Keil. Karl Kehrle hatte bei der ORGA-Sitzung bekannt gegeben, dass nach Mitteilung von Herbert Soutschek die Mühlenscheune in diesem Jahr nicht mehr für Veranstaltungen zur Verfügung stehe.

Traub teilt der Schwäpo nun mit, dass der designierte Nachfolger Thomas Keil mit denjenigen Vereinen Gespräche führe, die geplant hätten, ihre alljährlichen Vereinsfeste auf der Mühlenwiese und in der Mühlenscheune zu veranstalten. Ziel sei auf jeden Fall, diese Vereinsfeste auch in diesem Jahr zu ermöglichen. Klar bringt Traub zum Ausdruck, dass den Mühlenverein und die Stadt die gemeinsame Aufgabe des Erhalts des denkmalgeschützten Mühlen-Ensembles verbinde. Daher unterstützten Gemeinderat und Bürgermeister den Mühlenverein seit vielen Jahren und so werde es auch bleiben. Immerhin sei die Scheerer-Mühle nicht nur der denkmalgeschützte historische Ortskern von Oberkochen, sondern mittlerweile „ein Zentrum für Kultur, für die Vereine und das gesellschaftliche Leben in Oberkochen.“

Dies gelte es zu erhalten und fortzuführen. Herbert Soutschek und seine Gattin Regina hätten sich hierfür seit der Gründung des Vereins anno 2004 in unglaublich engagierter Weise eingesetzt und sie hätten beide mit Herzblut ehrenamtliche Arbeit geleistet.

Unter der Führung von Herbert Soutschek sei es gelungen, das vom Verfall bedrohte Mühlen-‚Ensemble zu erhalten, zu restaurieren und die Mühle wieder instand zu setzen. Hierfür schulde ihm die Stadt Dank und Anerkennung. Thema bei der im Juni anstehenden Mitgliederversammlung wird auch eine Fusion mit dem Heimatverein sein - ein Dauerbrenner in Oberkochen.

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