Lösung für Toilette

Die Kirchengemeinde will die Genehmigung für die Nutzung geben.

Oberkochen. Die Toilette in der Innenstadt? Ein schwieriges Thema. Eigentlich hätte auf dem neuen Stadtplatz eine vor Verwüstung sichere Vandalen Toilette gebaut werden sollen. Die kam aus diversen Gründen nicht zustande; etwa wegen der Kosten. Jetzt hat der katholische Kirchengemeinderat, wenn auch nur haarscharf mit 7:6-Stimmen, die Türen geöffnet.

Auf Initiative einzelner Gemeinderäte, allen voran Peter Beck von den Freien Bürgern, und von Kirchengemeinderat Peter Hoffrogge hatte es bereits im Juni ein Treffen des Technischen Ausschusses mit dem katholischen Kirchengemeinderat gegeben. Auch Pfarrer Andreas Macho und Bürgermeister Peter Traub waren bei. Das Gespräch hat gefruchtet, mit knapper Mehrheit stimmte der Kirchengemeinderat für die öffentliche Mitbenutzung der Toilette im Edith-Stein-Haus.

Es wurde vereinbart, dass die Stadt Oberkochen ein entsprechendes Angebot an die katholische Kirchengemeinde unterbreitet. Für diese Lösung spreche vor allem die räumliche, aber durch die Kirchenmauer doch geschützte Nähe und der an der Außenseite vorhandene barrierefreie Zugang. Der katholischen Kirche sagte Traub zu, durch verschiedene organisatorische und bauliche Maßnahmen eine öffentliche WC-Nutzung zu ermöglichen und zu finanzieren.

Die Toilette soll von 11 Uhr bis 21 Uhr, mit Ausnahme auch samstags für den Wochenmarkt ab 7 Uhr und am Sonntag für die Gottesdienstbesucher geöffnet sein.

Die Stadt schlägt ein zeitgesteuertes Türschließungssystem vor, wenn dies gewünscht wird. Die tägliche Reinigung übernimmt der städtische Reinigungsdienst der S.O.F.A. Eine Sicherheitstüre soll eingebaut werden, die ein Betreten der Räume im Edith-Stein-Haus ausschließt. Ferner schlägt die Stadt einen zeitlich befristeten Probebetrieb vor. Eine entsprechende Nutzung ist ab 2022 angedacht. Im restlichen Jahr 2021 muss die Interimslösung im Gebäude „Aalener Straße 3“ in Anspruch genommen werden. ls

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