Luftfilter in Oberkochener Schulen - ja oder nein?

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Luftfilter an Schulen.
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Reinhold Vogel hatte im Technischen Ausschuss nach Luftfiltern angefragt. Nun ein Vorschlag von Dr. Joachim Heppner.

Oberkochen.  Bessere Luft für bessere Betreuung, so hatte Reinhold Vogel in seiner Anfrage im Technischen Ausschuss das Ansinnen von Eltern artikuliert. Bürgermeister Traub hatte betont, dass in Abstimmung mit den Schulleitern auf mobile Raumlüfter in Klassenzimmern verzichtet werde. Experten würden  den Nutzeffekt bezweifeln.

Ist alle 15 Minuten Lüften also alles? Im Gespräch mit dieser Zeitung erklärte Dr. Joachim Heppner, dass diese Vorgehensweise den Unterricht störe. Der Luftaustausch sei unkontrolliert und möglicherweise zu gering, und in der kalten Jahreszeit gehe durch das Lüften eine Menge Wärmeenergie verloren. „Lüftung mit Wärmerückgewinnung“ schlägt der Grünen-Sprecher der Stadtverwaltung vor.

Konkreter Vorschlag

Dr. Heppner hat sich sachkundig gemacht. Auf dem Markt gebe es inzwischen besondere Lüftungskonzepte für Bildungs- und Pflegeeinrichtungen. Das Risiko einer Übertragung von SARS-CoV-2 in Innenräumen lasse sich durch geeignete Lüftungsmaßnahmen reduzieren, stelle die Kommission Innenraumlufthygiene am Umweltbundesamt fest. Im Sinne des Infektionsschutzes sollten Innenräume mit einem möglichst hohen Luftaustausch und Frischluftanteil versorgt werden.

Heppner, der selbst mit    einem Lüfter mit Wärmerückgewinnung gute Erfahrungen gemacht hat, verweist auf das System „Swegon“ mit schneller Installation. Bauseitige Voraussetzungen sind eine Außenwand oder ein Fenster und eine Steckdose, der bauseitige Aufwand beschränke sich auf zwei Öffnungen und eine Außenwandhaube. Der Nutzen der Wärmerückgewinnung soll bis zu 80 Prozent betragen. Kein Kanalnetz erforderlich, kein Technikraum nötig.

Bürgermeister Traub sagte im Technischen Ausschuss eine Überprüfung zu. Lothar Schell

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