Malerfachmann Sievers: Kreativität und Idee im Blut

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75 Jahre besteht die Oberkochener Malerwerkstätte nun schon. Aber für Firmeninhaber Michael Sievers ist 2021 in mehrfacher Hinsicht außerordentliches Jubeljahr.

Die Malerwerkstätte blickt auf 75 Jahre Tradition und reges Unternehmertum zurück.

Oberkochen. "Ich bin stolz auf das Geschaffene und die Basis, die mein Großvater und mein Vater gelegt haben", so Michael Sievers beim Pressegespräch. Der Spezialist für kreative Malertechnik feiert nicht nur über sieben Jahrzehnte Firmenbestehen, sondern es reihen sich zudem zwanzig Jahre Neubau, dreißig Jahre Inhaberwirken und das vierzigjährige Berufsjubiläum des Firmenchefs mit ein. "Ein Dokument besonderer Zahlen, die von Kontinuität, stetiger Weiterentwicklung und somit ausgeprägter Professionalität zeugen", befindet Sievers.

Bereits ein Jahr nach Ende des Zweiten Weltkriegs gründete Großvater Heinrich Sievers 1946 das Unternehmen in einer Zeit, die für eine Neugründung alles Andere als einfach gewesen ist. Die Wiege fand sich räumlich in der Aalener Straße.

Nachdem Vater Friedrich Sievers den Betrieb 1959 weiterführte, setzte dieser mit dem Umzug des Betriebs in das neu errichtete Wohn- und Geschäftshaus im Hafnerweg 1970 die erste Wegmarke in der Firmengeschichte. "Was klein anfing, nahm Dynamik auf, die sich bis heute fortgeschrieben hat", blickt der Firmenchef zurück.

Mit gerade 28 Lenzen übernahm der heutige Inhaber 1991 die Geschäftstätigkeit. Den Beruf des Malers erlernte er zehn Jahre zuvor. Meisterprüfung und Bestellung zum vereidigten Sachverständigen schlossen sich an. "Schon früh war mir klar, dass ich den Betrieb im Sinne der Familientradition weiterführen werde", so Michael Sievers. Den Menschen im Kunden, als auch im Mitarbeiter im Zentrum seiner Aktivitäten zu stellen und mitzunehmen, sei ihm von Anfang an wichtig gewese

Schnell hat Sievers erkannt, dass sich das Malerhandwerk mit all seinen Facetten und Möglichkeiten für mehr Wohlbefinden branchenweit noch sehr unterrepräsentiert zeigte. "Ich war und ich bin beseelt vom Malerhandwerk" sagt Sievers. Es gebe so viele interessante Möglichkeiten – vom Boden über die Wand und Decke, gepaart mit Lösungen wie Klimadecken, Trockenbau, Systemtrennwände und vielem mehr, um aus Räumen eine kreative Lebenswelt zu machen und lebendig darzustellen.

Der Kreativmensch Sievers merkte sehr schnell, dass er räumlich an Grenzen stößt. Die Idee eines noch größeren, mehr Möglichkeiten bietenden Firmengebäudes keimte bereits Mitte der 1990er Jahre auf. Anfang 2000 wurde dann das repräsentative Firmengebäude in der Heidenheimer Straße errichtet und eingeweiht.

Mit der Weiterentwicklung wuchs die Zahl der Mitarbeiter bis zu vierzig an. "Eine große Herausforderung, denken wir etwa an die Zeit der Wirtschafts- und Finanzkrise, als das Malerhandwerk stark gebeutelt wurde", erinnert sich Sievers.

Heute, so der Firmenchef wörtlich, bereue er "keinen Schritt und ich bin froh, mit meinem tollen Team diesen Weg gegangen zu sein." Langjährige Mitarbeiter seien ein Zeugnis dafür, aber auch zufriedene Kunden und ein hervorragendes Leitungsteam. Wenn es die Corona-Lage im Herbst zulasse, werde das Jubiläum mit einem Festakt und einem "Tag der offenen Tür" bestimmt nachgeholt.

Vater Friedrich Sievers führte die Werkstätte 1959 weiter.
Großvater Heinrich Sievers gründete die Firma.

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