Oberkochen: Die nächsten Mega-Investitionen stehen an

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Die Baustellen und Investitionen wachsen in Oberkochen.
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Sportzentrum und Dreißentalschule: Wie der aktuelle Stand an den Baustellen ist.

Oberkochen.  „Wir werden ein neues Hallen- und Freizeitbad erhalten mit einer besonderen architektonischen Note, das weit in die Region hinaus strahlt, blickt Bürgermeister Peter Traub in die Zukunft. Die Stadt hat den Doppelpack geschnürt, auch eine neue Sporthalle mit direkter Anbindung ans neue Vorzeige-Bad wird im Gewann „Schwörz“ entstehen und es werden dabei Synergie-Effekte gewonnen.  

Auf 24,5 Millionen Euro werden die Kosten fürs Hallen- und Freizeitbad geschätzt, für die Realisierung der dreiteiligen Sporthalle werden zirka 14 Millionen Euro hinzukommen . Das größte Investitionsvorhaben in der Geschichte Oberkochens mit Hallenbad, Sporthalle und Sauna nimmt allmählich Gestalt an.

Der Grundwasserschutz und der Schutz benachbarter Trinkwasserquellfassungen der Stadtwerke Aalen nötigten sowohl beim Tiefbau als auch bei der Wasserhaltung einen hohen Aufwand ab. Die Baumaßnahmen verlaufen im  Großen und Ganzen im Zeitrahmen, allerdings blieb man von enormen Baukostensteigerungen und den Material- und Lieferengpässen der Bauwirtschaft nicht verschont. Verantwortlich für die Planung des „Doppel-Neubaus“ zeichnen das Architekturbüro Schick aus Karlsruhe und das Ingenieur-Büro Drees & Sommer aus Stuttgart.

Das Bad auf einen Blick

Das Grundgerüst des neuen Bads beinhaltet ein Schwimmbecken mit vier 25 Meter-Bahnen mit einer Breite von zehn Meter und einer Wassertiefe von drei Meter, so dass auch die Anforderungen der Taucher des Schwimmvereins befriedigt werden können. Bislang war das Schwimmbecken im „aquafit“ nur zwanzig Meter lang und acht Meter breit, also für sportliche Meetings nicht wettkampftauglich. Das Nichtschwimmer-Becken inklusive Lehrschwimmbecken mit einer Wasserfläche von 100 Quadratmeter ist im Bereich einer öffenbaren Fassade mit Schiebeelementen geplant, so dass das Hallenbad bei warmen Temperaturen dann zum „überdachten Freibad“ wird.

Integriert ist ein weiteres Kinderplanschbecken mit einer Fläche von vierzig Quadratmeter. Alleinstellungsmerkmal in der Region wird neben der öffenbaren Fassade auch die Aquacross-Anlage mit Kletter-Event genießen. Auf ein Außenbecken wurde bewusst verzichtet, weil es nicht nur enorme Zusatzkosten, sondern auch viel Energie verschlungen hätte. „Ein Beitrag zur aktuellen Klimaschutz-Diskussion“, sagt der Bürgermeister. Allein zwei Millionen Euro wird die hochmoderne Sauna      kosten, die zwei Saunen, Dampfbad sowie Tauch- und Warmbecken enthalten wird.

Die neue Sporthalle

Ein Vorteil in der Entscheidung „Pro Neubau Schwimmbad“ ist zum einen, dass die Sporthalle mit gemeinsamem Foyer nicht getrennt gebaut, sondern zeitgleich angedockt wird. Heizung, Technik, Außenbereich und Parkplätze bringen Synergie-Effekte. Zum anderen kann das „alte Hallenbad“ umgenutzt werden. Hier ist eine Wohnbebauung im Gespräch. Mitte 2023 soll das komplette Sportzentrum seiner Bestimmung übergeben werden.

Schulische Infrastruktur

Seit vielen Jahren sind die Schulen ein Investitionsschwerpunkt in Oberkochen. Fürs Schulzentrum im Dreißental mit Mensa, Schülerhort und dem Neubau der Dreißentalhalle werden insgesamt 31 Millionen Euro investiert, hinzu kommen die Kosten für die Generalsanierung und den Umbau des Tierstein-Schulgebäudes in Höhe von 7,5 Millionen Euro.

Am Tierstein sollen bereits im neuen Schuljahr das Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) und die städtische Musikschule einziehen. Die Baumaßnahmen im Dreißental-Schulzentrum inklusvie dem Bau der neuen Dreißentalhalle sollen Ende 2023 abgeschlossen sein.    ⋌Lothar Schell

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