Oberkochen fest in Narrenhand

Oberkochen. Auch weniger Masse kann Klasse sein. Tausende Besucher in "Oberkochen-City" waren begeistert von den närrischen Ideen, vom Schlaggen-Zauber und den herrlich-schräg intonierenden Guggen-Musikern, die auf dem Weg in die Dreißentalhalle für mächtig Ramba-Zamba sorgten. NZO-Präsident Klaus Ziemons genießt seinen definitiv letzten Faschingsumzug, "Präse in spe" Andreas Kieninger hat seinen Platz vermutlich das letzte Mal auf dem Elferratswagen.

Oberkochen. Auch weniger Masse kann Klasse sein. Tausende Besucher in "Oberkochen-City" waren begeistert von den närrischen Ideen, vom Schlaggen-Zauber und den herrlich-schräg intonierenden Guggen-Musikern, die auf dem Weg in die Dreißentalhalle für mächtig Ramba-Zamba sorgten.

NZO-Präsident Klaus Ziemons genießt seinen definitiv letzten Faschingsumzug, "Präse in spe" Andreas Kieninger hat seinen Platz vermutlich das letzte Mal auf dem Elferratswagen. Viele Gruppen sind aus dem Oberschwäbischen nach Oberkochen gekommen und die Hexen aus Brochenzell werden nicht müde, möglichst vielen Zuschauern klar zu machen, dass "wir die Sonne vom Bodensee nach Oberkochen gebracht haben."

So sehr viel Lokalkolorit gibt es leider nicht mehr im Oberkochener Fastnachtsumzug. In Anlehnung ans Dschungelcamp und vielleicht auch ans große Jubiläum im vergangenen Jahr lautet das Motto der Sängerinnen und Sänger von Chorvision: "Ich bin ein Star, bring mich zur Bar" und der TSV Oberkochen verweist nicht ohne Stolz, nun schon 112 Jahre lang erfolgreich über den Zielstrich gegangen zu sein.

Zwischendrin marschiert der Narrensamen der NZO-Zwergelesgarde, vorneweg die Narrenpolizei mit dem obligaten Uralt-Gefährt und die Prinzengarde des TSV Böbingen "verwöhnt" die Zuschauer mit einem bombastischen Konfetti-Regen. Für "Optik-Zauber" sorgt "Schwoba-Gwidd´r" und im großen Tross der Schlaggawäscher sind auch einige Hamballe zu sehen, die heuer närrisch-fröhlich den 22. Geburtstag feiern. "Narri-Narro" schallt es vom Elferratswagen aus Neresheim, unterbrochen vom "Meck-Meck-Ahoi" der Aalener Fastnachtszunft. Die Affenfamilie aus Ankenreute verteilt Süßes und sucht sich dabei immer die Hübschesten raus und mit ihren Besen huschen die "Wasserratza Hexen" aus Herbrechtingen in die Menschenmengen am Lindenbrunnen. Nicht zu vergessen die Historie, die in Oberkochen nicht fehlen darf. Der Schlackenwäsche-Wagen rußt im Gaudiwurm mit und dahinter zeigt die Gruppe "d ´Schwarze", wie es seinerzeit um den Teint bestellt war. In der Dreißentalhalle wird weiter gefeiert. Mittendrin der "Präse", der es mit seinem Narrenvolk noch einmal krachen lässt.  Lothar Schell/Fotos: opo

 

Zurück zur Übersicht: Oberkochen

Mehr zum Thema

Kommentare