Oberkochen spendet 8000 Euro für Hilfsprojekte

+
Bei der Spendenübergabe (v.l.): Pfarrer Andreas Macho, Pfarrer Marco Frey, Hilde Weber und Bürgermeister Peter Traub
  • schließen

Die Stadt Oberkochen unterstützt Bildungsprojekte in der Dritten Welt. Wofür die evangelische und katholische Kirchengemeinde den Betrag verwenden.

Oberkochen

Die Stadt Oberkochen unterstützt Hilfsprojekte der beiden Kirchengemeinden. „Pro Einwohner und pro Jahr einen Euro“, sagt Bürgermeister Peter Traub bei der Spendenübergabe im Rathaus. Jeweils 4000 Euro erhalten Pfarrer Macho und Hilde Weber von der katholischen sowie Pfarrer Marco Frey von der evangelischen Kirchengemeinde.

„Dank einer Spende Bildung ermöglichen, das ist eine gute Sache“, sagt der Bürgermeister. Die katholische Kirchengemeinde Sankt Peter und Paul werde das Geld dem „Projekt SEED“ zukommen lassen, das der ehemalige Oberkochener Pfarrvikar Martin David zur Unterstützung der unterdrückten Dahlit-Kinder in Gang gesetzt hatte. Schon seit einigen Jahren wird das Schulbau-Projekt von Pfarrer Martin in seiner südindischen Heimat Tamil Nadu von der Seelsorgeeinheit Härtsfeld-Oberes Kochertal unterstützt. Das mitfinanzierte Lern- und Nachhilfe-Center war am 24. Januar 2020 eingeweiht worden. Dabei war eine kleine Abordnung aus Oberkochen vor Ort. 1300 Kinder würden in der Schule unterrichtet, berichtet Hilde Weber. Allerdings gebe es keine Toiletten. Pfarrer Martin habe darum gebeten, dass das Geld für die Installierung von sanitären Anlagen verwendet werde. Nächstes Jahr, so Weber, solle mit dem Bau begonnen werden. Die Kosten für die Baumaßnahme belaufen sich auf 30 000 Euro.

Nach dem Motto „Dank ist die stärkste Form der Bitte“ hatte der Geistliche in einem Brief an den Pfarrgemeinderat von Sankt Peter und Paul bereits vorab sein „Vergelt's Gott“ bekundet.

Zweite Adresse: „Indicamino“

Die evangelische Kirchengemeinde werde die Organisation „Indicamino“ unterstützen, sagt Pfarrer Marco Frey. Dabei handle es sich um ein selbständiges christliches Missions- und Hilfswerk, das sich für indigene Volksgruppen sowie Randgruppen in Peru und Bolivien einsetze. Es gehe im Detail um die Verbesserung der Lebensgrundlagen und um die Ausbildung junger Menschen. Viele Menschen in Südamerika lebten unter menschenunwürdigen Bedingungen. Ausbildung und Berufsperspektive seien der Gradmesser für die Zukunft junger Menschen. Ferner solle durch „Indicamino“ seelsorgerliche Arbeit gefördert werden. Im Grunde genommen gehe es um „Hilfe zur Selbsthilfe“, betont Pfarrer Marco Frey.

Zurück zur Übersicht: Oberkochen

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL

Kommentare