Oberkochen-Süd III: Grünzäsur erregt die Gemüter

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Im Oberkochener Gewerbegebiet wurden Hecken zurückgeschnitten.
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Margarete Oehlmann moniert den „radikalen Heckenrückschnitt im Gewerbegebiet Süd III.

Oberkochen. Es herrscht Funkstille, wie es im Gewerbegebiet „Oberkochen-Süd III“ mit der Firma Hensoldt weitergeht. Hensoldt hat das Erweiterungsgebiet von „YG-1“ erworben. Margarete Oehlmann geriet in Abwesenheit von Bürgermeister Peter Traub darüber in Harnisch, dass ein radikaler Heckenrückschnitt vorgenommen wurde. „Dies ist keine Pflege-, sondern eine Baumaßnahme“, sagte sie in der Bürgerfragestunde. Dies sei nicht zu rechtfertigen, da über den dritten Entwurf des Bebauungsplans noch nichts bekannt und dieser auch nicht genehmigt sei. Auch Vermessungspfähle seien bereits festgemacht, fuhr sie fort. Den Stadträten warf sie vor, keiner sei bei der Begehung präsent gewesen und habe die Artenvielfalt dort nicht realisiert. „Wie wollen Sie das vor den Bürger rechtfertigen“, fragte sie.

Stellvertretender Bürgermeister Richard Burger erklärte, dass die Maßnahme mit Genehmigung des Landratsamts vorgenommen wurde. Er sagte zu, ihre Beschwerde an Bürgermeister Traub weiterzuleiten.

„Bühl-Gutenbach-Tierstein“

Herbert Betzler monierte als Anrainer, dass die Beschattungsstudie im neuen Entwurf nicht öffentlich gemacht worden sei. „Dies macht eine Qualifizierung unmöglich, weil die Untersuchung lückenhaft sein kann“, meinte er. Unter Umständen könnten die Tageszeiten so gewählt sein, dass eine Besonnung gewährleistet sei.

Bei den Einsprüchen gehe es primär um die Höhe der Gebäude, brachte H. Schönherr die Genehmigung von Flachdächern ins Spiel. Mangelnde Wirtschaftlichkeit könne kein Argument sein, wenn die Stadt 38 Millionen Euro für ein Sportzentrum übrig habe. Das sei keine Umplanung, eher eine „halbprofessionelle Einspruch-Abwehr“, so Schönherr wörtlich. Alle Anwohner lehnten die geplanten Gebäudehöhen ab.

Weitere Anfragen

Josef Winter lobte die Verwaltung, dass die Feldwege gerichtet werden. Wenn der Karstquellenweg noch vollständig gerichtet werde, sei dies für Erholungssuchende eine runde Sache.

Die Neue Mitte und die Bewirtschaftung war Thema für Roland Winter. Die Öffnungszeiten seien in diesem Sommer ein Ärgernis gewesen. „Wir brauchen mehr Öffnung oder einen neuen Wirt“, so Winter.

Lothar Schell

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