Nachruf

Oberkochen trauert um Alt-Bürgermeister Harald Gentsch

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Harald Gentsch, sechzehn Jahre lang Bürgermeister in Oberkochen und der Stadt immer eng verbunden, ist im Alter von 78 Jahren verstorben.
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Harald Gentsch ist im Alter von 78 Jahren verstorben.

Oberkochen. Harald Gentsch, 16 Jahre lang Bürgermeister in Oberkochen und der Stadt immer eng verbunden, ist nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 78 Jahren verstorben.

Man sah ihn immer gerne, wenn er seine von ihm so geschätzten Vereine in Oberkochen besuchte. Der Schwäbische Albverein und die Narrenzunft vorneweg und natürlich seine SPD. Vor einigen Monaten war er im Naturfreundehaus beim Stabwechsel im SPD-Ortsverein. „Ich schaue immer noch gerne in die SchwäPo rein, was sich in Oberkochen so tut“, meinte er. 1944 wurde Gentsch in Stuttgart geboren. Nach Ausbildung und Studium für den gehobenen Verwaltungsdienst trat er 1966 in die Dienste der Gemeinde Altbach im Landkreis Esslingen ein und er wart dort Leiter des Hauptamts und als Kämmerer tätig. Als einer der Jüngsten im Land wurde Harald Gentsch mit 33 Lenzen zum Bürgermeister in Oberkochen gewählt. Nach sechzehn Jahren entschied er sich, neue Herausforderungen in der privaten Wirtschaft anzunehmen. 1994 schied er aus dem Amt aus. Er engagierte sich dann in der Geschäftsleitung eines privaten Bauträgers in Stuttgart mit Schwerpunkt Projektentwicklung in den neuen Bundesländern. Danach war er Geschäftsführer der Erich-Schumm-Stiftung und ab 2004 Geschäftsführer des Verbands der Verwaltungsbeamten in Baden-Württemberg. Als Mensch mit christlichem Bekenntnis hat sich Harald Gentsch für die evangelische Kirche als Prädikant engagiert und viele Gottesdienste im Dekanatsbezirk Backnang übernommen. Wohnhaft war Gentsch in Murrhardt.

Die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger im Visier

In seine Oberkochener Amtszeit fielen einige bedeutende Projekte wie zum Beispiel die Gründung der „Gasversorgung Essingen-Oberkochen“, die ihm den Spitznamen „Gas-Harry“ einbrachte, aber auch die Realisierung der Baugebiete „Heide“ und „Spitztal“, der bauliche Abschluss des Gymnasiums, die Sanierung des Hallenbads, Umbau und Sanierung des Kocherstadions und die Großaufgabe der Innenstadtsanierung. Gentsch war ein volksnaher Mensch, die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger immer im Visier. Seine offene Art prägte auch seine Arbeit in der Kommunalpolitik auf Stadt- und Landkreisebene. Unvergessen seine Auftritte als „Gas-Harry“ bei der Prunksitzung der Schlaggawäscher. Zusammen mit dem verstorbenen Leitz-Chef Dr. Dieter Brucklacher hatte er die Jazz-lights aus der Taufe gehoben. 

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