Oberkochens Blättle künftig kostenlos?

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Blick vom Rodstein über Oberkochen.
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Was hinter dem Antrag von Bündnis 90/Die Grünen steckt.

Oberkochen. Im Gemeinderat wird am Montag darüber entschieden, ob die Bezugsgebühren von derzeit jährlich 39,60 Euro ab dem neuen Jahr für das Amtsblatt „Bürger und Gemeinde“ entfallen und das Produkt für die Bürger kostenlos werden soll. In nichtöffentlicher Sitzung war darüber im Verwaltungsausschuss des Gemeinderats beraten worden.

Ein Antrag auf Abschaffung der Bezugsgebühren fürs Amtsblatt von Dr. Joachim Heppner von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen war vorausgegangen. Inhalt: Kostenlose Verteilung an alle Haushalte in Oberkochen, die Online-Ausgabe soll künftig zeitgleich mit der gedruckten Ausgabe erscheinen. Außerdem beinhaltet der Grünen-Antrag, dass Exemplare der gedruckten Ausgabe für auswärtig Beschäftigte und Besucher an geeigneten Stellen ausgelegt werden sollen.

Begründet wird der Antrag damit, dass Oberkochen eine bedeutende Industriestadt in der Region sei. Heppner führte im Ausschuss aus, dass es sich Oberkochen leisten könne, seine Infrastruktur auf den neuesten Stand zu bringen und darüber hinaus auch noch die Wirtschaft großzügig unterstütze. „Die Bedeutung der Stadt ist aber auch immer mit der Entwicklung ihrer Bevölkerung verbunden“, argumentiert Dr. Joachim Heppner. Oberkochen solle auch als attraktiver Wohnort erfahren werden und dazu gehöre, dass Gemeinderat und Verwaltung ihr Handeln einer möglichst breiten Öffentlichkeit nahebringe. Ziel sei, die Verbundenheit der Einwohner mit der Stadt zu stärken. Heppners Blick ging auf die Nachbarstadt Aalen, die nicht – wie Oberkochen – schuldenfrei sei und ihr Amtsblatt sogar kostenlos an Haushalte in Oberkochen verteile. Letztlich müsse man auch nur auf relativ überschaubare Einnahmen verzichten. Bei einer kostenlosen Verteilung soll der Betrag bei zirka 99 800 Euro liegen. Am Montag soll der Gemeinderat auch über den Abschluss eines entsprechenden Werkvertrags dazu entscheiden.

⋌Lothar Schell

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