Oberkochens Schulen bleiben kalt - neues Bad soll 2023 öffnen

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Wie die Stadt Oberkochen mit der Gas-Problematik in öffentlichen Einrichtungen und beim künftigen Sportzentrum in der Schwörz umgeht.
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Wie die Stadt Oberkochen mit der Gas-Problematik in öffentlichen Einrichtungen und beim künftigen Sportzentrum in der Schwörz umgeht.

Oberkochen

Die nach dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine verhängten Sanktionen der europäischen Staaten bewirkten natürlich auch Gegenreaktionen, so der Bürgermeister. Aufgrund der großen Abhängigkeit Deutschlands von russischem Erdgas habe Russland hier einen „wirksamen Hebel.“ Die ausgerufene Alarmstufe des Notfallplans Gas zeige deutlich, dass eine erhebliche Störung der Versorgungslage in Deutschland vorliege. Damit im Winter nicht das Gas ausgehe, müsse jetzt verantwortlich gespart werden, was auch für die Stromerzeugung gelte, da circa 16 Prozent des in Deutschland erzeugten Stroms aus Gaskraftwerken komme. Auch die Stadt Oberkochen habe einen Gasnotfallplan erstellt und der Gemeinderat am 25. Juli zahlreiche Maßnahmen beschlossen, die ab dem ersten September umgesetzt werden.

Unter anderem werde das Freizeitbad „aquafit“ als größter Energieverbraucher vollständig außer Betrieb genommen.

In allen öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen, also auch an den Schulen, würden die Raumtemperaturen auf 19 Grad abgesenkt und der Warmwasserverbrauch reduziert. Auch die Straßenbeleuchtung werde nachts zwischen ein Uhr und fünf Uhr abgeschaltet. Einzig die Kinderbetreuungseinrichtungen blieben von den Energieeinsparmaßnahmen ausgenommen.

Die Stadt Oberkochen gehe damit bei der Gasnotfallplanung beispielhaft voran. Ob und inwieweit das im Bau befindliche Sportzentrum betroffen sein werde, das werde man sehen. Bis zur Fertigstellung im September 2023 sei es noch über ein Jahr hin. Allerdings stehe fest, dass „wir kein Sportzentrum für 40 Millionen Euro bauen, um es gleich zu schließen“, so Traub weiter. Dies werde es nicht geben. Im Übrigen werde das neue Sportzentrum künftig über eine Photovoltaik-Anlage mit Strom und über ein Nahwärmenetz mit Wärme versorgt, das derzeit im Aufbau sei. „Wir haben hier also keine besondere Abhängigkeit mehr von Erdgas“, fasst der Bürgermeister zusammen.

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