Ordensfrau aus Oberkochen ist 100

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Hug Foto: privat
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Auch hochbetagt bleibt Schwester Johanna Franziska Hug heimatverbunden.

Oberkochen. Was in Oberkochen und drumherum geschieht, daran ist Schwester Johanna Franziska Hug immer noch interessiert. Noch vor wenigen Jahren besuchte sie sogar regelmäßig ihre Geschwister in der Stadt. Doch zu ihrem 100sten Geburtstag an diesem 17. Dezember ist die Reise doch zu beschwerlich. Diesen Ehrentag verbringt die Nonne im Kloster der Schwestern vom Göttlichen Erlöser („Niederbronner Schwestern“) in Neumarkt in der Oberpfalz. Dann reisen die Verwandten an und alle sind sich sicher, dass die Hochbetagte wieder mit ihrer Fröhlichkeit, Geselligkeit und ihrem Erinnerungsvermögen beeindruckt.

In der Oberkochener Kirchstraße (jetzt Aalener Straße) ist sie aufgewachsen, hier hat sie in der Bäckerei Geißinger, dem Betrieb ihres Patenonkels, gearbeitet: Lidwina Hug, so ihr bürgerlicher Name, ist eine echte Oberkochenerin und von Jugend an überzeugte Katholikin.

Die Eltern Michael und Rosa Hug erzogen die 16 Kinder tiefgläubig:,ein Sohn wurde Pfarrer, eine Tochter schloss sich den Franziskanerinnen an. Dass sich die Viertjüngste für einen anderen Orden entschied, geht vermutlich auf die Freundschaft zu einer Nonne der „Niederbronner Schwestern“ zurück. Lidwina hatte sie während des Reichsarbeitsdienstes kennengelernt.

1948 legte sie als Johanna Franziska Hug die ewige Profess ab, war dann in der Kinder- und Jugendarbeit, aber auch in Leitungsfunktionen der Kongregation tätig. Den Lebensabend genießt Schwester Johanna Franziska Hug in der Senioreneinrichtung des Ordens in Neumarkt. ⋌Susanne Brenner

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