Pilotprojekt in Oberkochen – büffeln in den Sommerferien

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Das Angebot der Sommerschule richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen fünf und sechs. 

An der Sommerschule in Oberkochen beteiligt sich unter anderem die SchwäPo.

Oberkochen. Das Programm der Sommerschule des Ernst-Abbe-Gymnasiums, kurz EAG, steht und mit im Boot ist auch die Gemeinschaftsschule im Dreißental. Start ist am 6. September um 8.30 Uhr mit einer Eröffnungsveranstaltung im Forum des Gymnasiums mit Beteiligten und den Eltern.

Studiendirektorin Katja Strümpfel leitet das Projekt. Mit im Boot sind das Explorhino, das Theater der Stadt Aalen und die Schwäbische Post. Das Angebot der Sommerschule richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen fünf und sechs. In der letzten Ferienwoche, vom 6. September bis zum 10. September, heißt das Motto: „Hürden überwinden – Lernen meistern“.

Es soll von sechs Fachlehrerinnen und -lehrern des EAG und der Dreißental-Gemeinschaftsschule in den Fächern Mathematik, Englisch und Deutsch Unterstützung angeboten werden. Das Angebot ist ganztägig angelegt – der Sommerschulkurs umfasst 20 Schulstunden à 45 Minuten, also zweimal 90 Minuten pro Tag für eine Woche. Nach einer Mittagspause finden am Nachmittag Teambildungsangebote und die Angebote der Projektpartner Explorhino, Theater der Stadt Aalen und Redaktion der Schwäbischen Post statt.

Ängste überwinden, Teamgeist entwickeln

Die unterrichtenden Fachlehrerinnen und Fachlehrer der beiden Schulen werden von Jugendbegleitern beider Schulen nach dem Motto „Schüler helfen Schülern“ in den einzelnen Unterrichtsfächern unterstützt, so dass auch Individualisierung nicht zu kurz kommt sowie Ängste überwunden, Persönlichkeit gestärkt und Teamgeist entwickelt werden können, wie Strümpfel sagt.

Man wolle einen guten Start ins neue Schuljahr ins Visier nehmen, so Strümpfel im Gespräch mit dieser Zeitung. Corona sei zwar der Anlass gewesen, das Projekt jetzt zu realisieren, sagt sie. Der eigentliche Anlass sei aber tiefgreifender, „weil wir grundsätzlichen Förderbedarf an allen Schularten haben“, fügt die Projektleiterin hinzu.

Sommerschulen gebe es in Baden-Württemberg seit 2010, inzwischen an 40 Standorten. Das EAG sei jetzt Vorreiter für die Region.

Stark begrüßt werde das Projekt vom Kultusministerium, das sich den Ausgleich von Bildungsunterschieden von Kindern mit unterschiedlicher sozialer Herkunft auf die Agenda geschrieben habe.

Infos auf einen Blick: Die Woche beginnt mit einer Eröffnungsveranstaltung am Montagmorgen und endet mit einer Abschlussveranstaltung am Freitag. 25 bis 30 Schülerinnen und Schüler können teilnehmen. Die Resonanz ist groß, aber noch sind einige Plätze frei. Das Angebot ist, inklusive Mittagessen, kostenlos. Über einen Fördertopf des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg ist das Projekt finanziert. Auch die Schulsozialarbeit beider Schulen ist eingebunden. Teilnehmen können auch Kinder mit Deutsch als Zweitsprache zur Verbesserung ihrer Deutschkenntnisse.

Fragen beantwortet Katja Strümpfel, Mail: k.struempfel@eag-oberkochen.de

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