Pumptrack in Oberkochen entsteht

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In Waldhausen gibt es bereits einen Pumptrack. Durch Be- und Entlasten der Räder bewegen sich Radler fort. Archivfoto: opo

Ehrenamtlich wollen junge Männer in Oberkochen besondere Strecken für Mountainbiker bauen. Starten sollen die Arbeiten in den Osterferien. In den Sommerferien könnte der "Schafpark" fertig sein.

Oberkochen

Es wird was, wir sind mit unseren Planungen für den ‘Schafpark'' schon sehr weit", betonen Carsten Marianek (18) und Fabian Wendelberger. Sie sind die "Drahtzieher" eines Projekts, das für Kinder und Jugendliche eine große Bereicherung werden kann. Die jungen Männer wollen ehrenamtlich einen Pumptrack und einen Dirt-Park bauen.

Etwa 40 Helferinnen und Helfer habe man schon fest im Visier, die bei der Umsetzung helfen sollen. "Es gibt viel zu tun, packen wir's an", sagen die beiden.

Eigentlich wollte man schon im Januar mit dem Projekt beginnen. In enger Vernetzung mit Bürgermeister Peter Traub und Stadtbaumeister Johannes Thalheimer soll nun aber erst in den Osterferien gemeinsam mit dem Bau der Schwörzhalle Startschuss sein. Es gehe um Synergie-Effekte maschineller Art. "Wir freuen uns, dass die Stadt die Kosten übernimmt", erklären die jungen Männer. Als Mentor haben sie sich Carsten Schymik ins Boot geholt, der in der Region schon einige Mountainbike-Strecken initiiert hat.

Standortdiskussionen

Die FBO-Gemeinderäte Peter Beck, David Sievers und Uwe Marianek unterstützen das Projekt und haben es fraktionsübergreifend im Technischen Ausschuss des Gemeinderats wärmstens empfohlen. Dies war im Juli, alle Fraktionen untermauerten ihre Zustimmung. Damals ging man noch vom Standort beim Segelfliegerhäusle aus. Der ist inzwischen vom Tisch, weil just in diesem Gewann in Zukunft ein Baugebiet geplant ist, das allerdings als Überschwemmungsgebiet noch nicht planungsreif ist. Die Stadtverwaltung hatte dann das Gelände oberhalb der Wassertretanlage in die Diskussion gebracht, an jenem Hang, wo vor einiger Zeit noch ein Schafstall stand. Name ist Programm, der "Schafpark" wurde geboren.

Vom Laufrad bis zum Profi

Es gibt viel zu tun, packen wir's an.

Fabian Wendelberger Initiator Pumptrack

Bei einem Gespräch der Ideengeber mit Stadtbaumeister Johannes Thalheimer und Bauhof-Leiter Markus Huber wurden Pflöcke eingeschlagen. Der Dirt-Park mit seinen Sprung-Elementen werde altersübergreifend gestaltet, erklären Carsten und Fabian – quasi vom Laufrad bis zum Profi geeignet.

Die Draufsicht verspricht Mountainbike-Feeling pur: Normale Sprünge, Dirt-Line-Sprünge mit Lücke, kleine Tables und Wellen zum Überrollen. Man könne sich individuell herantasten und größere Sprünge probieren, wenn man Sicherheit gewonnen habe. Die Stadt habe sich bereit erklärt, die Kosten fürs Material zu übernehmen, erforderliche Geräte werden gemietet.

Ärger abbauen

Für die FBO-Gemeinderäte ist das Projekt auch deshalb sinnvoll, weil Mountainbike-Strecken legitimiert werden. So könne man "den Wildwuchs zum Ärger der Spaziergänger abbauen". Auch in Sachen Lärmbelästigung fernab von den Wohngebieten sei der jetzige Standort ideal.

Vor Baubeginn wollen die jungen Männer die Fläche mulchen und den oberen Teil (Pumptrack) begradigen, damit man dann in den Osterferien starten kann. Mit einer Bauzeit von drei bis vier Monaten wird gerechnet. In den Sommerferien sollen Kinder und Jugendliche die neue Freizeitaktion in Oberkochen in Beschlag nehmen können, so das Ziel der beiden Initiatoren.

Hintergrund: Was ist ein Pumptrack?

Pumptracks sind Rundstrecken (englisch "track") mit Wellen und Kurven. Durch Be- und Entlasten von Vorder- oder Hinterrad – auch "pumpen" genannt – kann das Fahrrad auf den Wellen und Kurven beschleunigt werden, ohne zu treten. Radfahrer sitzen dabei meist nur kurze Zeit im Sattel.

Ein Pumptrack kann mit jedem Fahrrad gefahren werden. Benutzen können ihn alle – vom Anfänger bis zum Profi.

Geschaffen wird der Rundkurs vor allem aus Erde, Asphalt oder Lehm.

Asphalt- und Betonanlagen können nicht nur mit Fahrrädern, sondern auch mit Skateboards, Mini-Rollern und Inlineskates genutzt werden.

Vor einiger Zeit stand an der Stelle, an der nun der Pumptrack geplant ist, ein Schafstall. Grafik: ca
Carsten Marianek
Fabian Wendelberger

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