Rekordbilanz: 5 222 Fotos bearbeitet

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Wilfried Müller hat insgesamt 5 222 Fotos bearbeitet und der Stadt ein digitalisiertes Foto-Archiv übergeben.
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Wilfried Müller hat der Stadt ein digitalisiertes Foto-Archiv übergeben. Was dahinter steckt.

Oberkochen „Die Stunden habe ich nicht gezählt, aber das dürfte ins Dreistellige gehen“, sagt Wilfried Müller.

Eine immense Arbeit liegt hinter ihm und als er Bürgermeister Peter Traub die Festplatte mit reichlich Daten überreichte, war der fast sprachlos ob des Ausmaßes, was der „Billie vom Sonnenberg“ da geleistet habe. Der Anfang geht zurück in jene Zeit, bevor Covid 19 das Regiment übernahm. Wilfried „Billie“ Müller, der Berichtschreiber des Heimatvereins fürs Amtsblatt und Jürgen Rühle, Leiter des Geschäftsbereichs für zentrale Angelegenheiten, hatten sich im Rathaus getroffen und man stimmte überein, dass man das Bildarchiv der Stadt digitalisieren müsste. Ursprünglich wollte man eine Arbeitsgruppe installieren. Dies war durch die Corona Pandemie obsolet geworden und der „Billie“ machte sich solo an die Arbeit. Unzählige Ordner für den Zeitraum 1953 und zum Teil früher bis 1990 wurden in Müllers Wohnung in der Frühlingstraße gefahren. „Warum tue ich mir das an“, so gibt Müllers seine damaligen Gedanken wieder. Weil er aber keiner von dem Schlag ist, der fragt, was man dafür bekommt, machte er sich ans Werk. „Geben und nehmen“, so Billie im Gespräch mit dieser Zeitung.

Er habe schließlich auch vom Rathaus immer Wertschätzung und Entgegenkommen erfahren habe für seine Berichte, die im Amtsblatt über die Geschichte Oberkochens, die Menschen von anno dazumal und lokale Besonderheiten veröffentlicht werden.

Es war eine Sisyphus-Arbeit: Tausende von Seiten einscannen und pro Jahr abspeichern, Fotos separieren und zuschneiden, Erstellung von Indexierungslisten, zwischendrin Abstimmungen mit dem Rathaus. „Für mich war das Ganze aber auch ein Zugewinn“, blickt Müller zurück. Die Bilder spiegeln das Oberkochener Leben von vier Jahrzehnten wieder mit allen gesellschaftlichen Segmenten: Jubiläen, Denkmäler, Dokumente, Karten, Pläne und Modelle, Geburtstage und Hochzeiten oder Kirchen, Kapellen und Chöre. Man könnte die Liste leicht verlängern.

Es galt, den Bildern eindeutige Nummern zuzuordnen und eine Excel-Datei zu erstellen mit Beschreibung und Indexierung sowie Zuordnung zu den entsprechenden Berichten in den früheren Amtsblatt-Ausgaben. In nicht enden wollenden Stunden sind sage und schreibe 5 222 Fotos bearbeitet worden und die Stadt „ist reicher geworden“, so der Bürgermeister. Lothar Schell

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