Schießen die Kosten ins Kraut?

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Die geplante Dreißentalhalle. Ansicht von Osten.
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Die Vorplanung der neuen Mehrzweckhalle steht zur Debatte. Was erwartet wird.

Oberkochen. Der Gemeinderat hatte bereits 2014 beschlossen, die aus den 1950er Jahren stammende Dreißentalhalle angesichts der zu erwartenden hohen Sanierungskosten und des schlechten Bauzustands nicht mehr zu sanieren, sondern abzubrechen und eine neue Mehrzweckhalle zu erstellen. Aus wirtschaftlichen Gründen ist eine Doppelnutzung mit der Mensa, Küche, Foyer und den WC-Anlagen der Dreißentalschule vorgesehen.

2021 hatte der Gemeinderat das Architekturbüro ACT Tröster + Deucker aus Rainau mit der Planung für den Neubau einer Schul- und Veranstaltungshalle inklusive einer Produktionsküche (Dreißentalhalle) beauftragt. Der Planungsbereich sieht das alte Gebäude der Dreißentalhalle inklusive dem Foyer und den Toilettenräumen sowie die früheren Wohngebäude Dreißentalstraße 14 und Dreißentalstraße 16 vor.

Das Großprojekt auf einen Blick

Vorgesehen ist der Bau einer Tiefgarage mit 45 Stellplätzen in Stahlbetonbauweise unter der neuen Mehrzweckhalle, welche in den Unterrichtszeiten vom Lehrerkollegium, während der Trainingszeiten von den Sportlern und bei Veranstaltungen von den Besuchern genutzt werden kann.

Die Sport- und Veranstaltungshalle erhält ein Sportfeld mit den Maßen 15 x 27 Meter, das mit einem Vorhang teilbar ist. Für Veranstaltungen, aber auch für Übungszwecke bei kleineren Gruppen ist eine 110 qm große Bühne vorgesehen. Zusätzlich steht im Obergeschoss für den Schul- und Vereinssport ein großzügiger Gymnastikraum mit 200 Quadratmetern bereit. Im Obergeschoss sind zwei große Umkleiden mit Toiletten und Duschraum für den Sportbetrieb in der Halle sowie zwei kleine Umkleiden mit jeweils einer Dusche für den Gymnastikraum geplant. Zugänge für den Sportbetrieb gibt es für die Vereine von der Dreißentalstraße aus. Bei kulturellen Veranstaltungen kann das Foyer um die Mensa-Fläche erweitert werden. Auch die Toilettenanlage und Garderobe werden von den Besuchern der Mensa sowie von Besuchern bei Veranstaltungen genutzt.

Bei Großveranstaltungen stehen den Künstlern ein separater Zugang zur Bühne sowie alle Umkleiden und weitere Nebenräume im Obergeschoss zur Verfügung. Wichtig: Die Sporthalle, der Gymnastikraum sowie die Trainingsfläche der Bühne können unabhängig vom Schul- und Mensa-Betrieb parallel genutzt werden. Die Verteilerküche ist für bis zu sechshundert Essen pro Tag für die Schulen und Kinderbetreuung in Oberkochen ausgelegt undsoll auch bei Großveranstaltungen einsetzbar sein.

Gut 30 Prozent teurer?

Architekt Mathis Tröster wird das Konzept und die derzeitige Kostenplanung am Montag im Gemeinderat vorstellen. Derzeit geht man von Kosten in Höhe von 15,5 Millionen Euro aus. Dass es sich dabei nur um eine grobe Kostenschätzung handeln kann, macht die Stadtverwaltung deutlich. Gründe seien die aktuellen Rahmenbedingungen und die extreme Situation auf dem Bausektor. Es sei davon auszugehen, dass die bisherige Preisentwicklung nicht mehr rückläufig sein werde und so die Gesamtkosten auf zirka zwanzig Millionen Euro steigen ansteigen könnten.

Lothar Schell

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