Seimetz gekündigt

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Der Geschäftsführer der Oberkochener Stadtwerke muss gehen.

Oberkochen. Warum ist Roland Seimetz nicht mehr Geschäftsführer der Stadtwerke, lautet dieser Tage eine oft gestellte Frage im Ort. Ein Doppel ist Nachfolger von Seimetz: Stadtbaumeister Johannes Thalheimer und Seimetz' Nachfolger im Amt des Kämmerers Ralf Lemmermeier.

Seimetz' Arbeitsvertrag wäre jetzt ausgelaufen. Bei zwei Sitzungen des Aufsichtsrats, die recht turbulent verlaufen seien, ging es um die Vertragsverlängerung. Bei der ersten Sitzung war Seimetz anwesend, die zweite war nicht öffentlich. Auf Nachfrage dieser Zeitung erklärte der Ex-Geschäftsführer: "Ja, es wurde mir ordentlich gekündigt, ich bin sehr betroffen." Seimetz fügte hinzu: "Gründe für die Kündigung wurden mir nicht genannt." Seimetz bestätigte, dass er Dienstwagen und Dienst-Handy unverzüglich abgeben musste. Er habe sich nichts, aber auch gar nichts zu Schulden kommen lassen, versichert er.

Im Amtsblatt "Bürger und Gemeinde" war zu lesen, dass sich Ralf Lemmermeier schwerpunktmäßig um den kaufmännischen Bereich und Johannes Thalheimer um die Bereiche "Technische Betriebsführung Wasserversorgung und Wohnungsbau" kümmern solle. Bürgermeister Traub hatte geäußert, dass eine enge Anbindung an die Stadtwerke anvisiert sei. Auch die Vernetzung mit den übrigen kommunalen Gesellschaften, der GEO und der Servicegesellschaft S.O.F.A. solle verstärkt werden. Die SchwäPo hat bei Bürgermeister Peter Traub nachgefragt, warum Seimetz gekündet wurde. Seine Antwort: "Ich bitte um Verständnis, dass ich mich zu Personalangelegenheiten nicht äußere."

Seimetz übte das Amt des Stadtkämmerers 28 Jahre aus; die neue Stadtwerke-Sparte "Immobilien" hatte er mit Leben erfüllt. Das nächste Projekt sollte der Bau einer Sozialstation mit inkludierten betreuten Wohnungen im Uhlandweg sein. Im Gemeinderat hatte es fraktionsübergreifend einhellige Zustimmung für den Seimetz' Bericht zu den Segmenten Wasser und Immobilien gegeben.

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