Seimetz' Kündigung Thema im Rat

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Walter Hausmann will in der Sitzung mehr über die Kündigung des Stadtwerke-Geschäftsführers erfahren. Weitere Themen: Mobilitätspakt, Grünanlage am Rathaus.

Oberkochen

Auf Nachfrage in öffentlicher Sitzung will Bürgermeister Peter Traub keine Auskunft geben über die Kündigung des ehemaligen Stadtwerke-Geschäftsführers Roland Seimetz.

"Ich würde gerne etwas hören über die Gründe", sagte Walter Hausmann. Immer wieder werde man in der Stadt gefragt, warum ein solch verdienter Mann nicht weiterbeschäftigt worden sei. Die Öffentlichkeit solle aufgeklärt werden, erklärte Hausmann. Bürgermeister Peter Traub machte es kurz und knapp: "Zum wiederholten Mal betone ich, dass ich öffentlich zu Personalangelegenheiten keine Stellung nehme." Traub verwies auf die nachfolgende und nicht öffentliche Sitzung, in der er Stellung beziehen wolle.

Seimetz‘ Vertrag war rechtmäßig gekündigt worden. All dies kam allerdings für die Öffentlichkeit überraschend. Dieser Zeitung gegenüber äußerte Roland Seimetz, dass er auch "wie vom Blitz getroffen ist". Er sagte, dass er gerne noch zwei Jahre gemacht hätte, um die Projekte "Wiesenweg" und "Uhlandweg" im Verein mit der katholischen Kirche und der katholischen Sozialstation zu verwirklichen. Die mündliche Zusage für eine Verlängerung hatte es gegeben, sagte Seimetz.

Immer wieder ist zu hören, dass das Verhältnis zum Stadtbaumeister und umgekehrt stark angeknackst gewesen sei. Das Amt der Geschäftsführer teilen sich jetzt Stadtbaumeister Johannes Thalheimer und Kämmerer Ralf Lemmermeier.

Mobilitätspakt geht voran

"Wie ist der aktuelle Sachstand beim Mobilitätspakt und wie ist die Stadt Oberkochen vertreten", eröffnete Martin Balle die Fragerunde. Es seien sieben Arbeitsgruppen gebildet worden, die Stadt sei in allen vertreten, erklärte der Bürgermeister. Er selbst und die Amtsleiter Edgar Hausmann und Johannes Thalheimer seien mit von der Partie. Traub sicherte den Informationsfluss via Gemeinderat zu.  

700 Anregungen aus der Öffentlichkeit seien in puncto Oberkochen eingegangen. Diese seien unmittelbar in die Planung aufgenommen worden. In Sachen Radwegplanung sei man noch am Anfang und Oberkochen werde ins Radwegnetz Ostalbkreis eingebunden.

Traub verwies auf die zunächst notwendige Umwidmung der Aalener- und Heidenheimer Straße, die derzeit noch Kreisstraßen sind. "Es sieht gut aus mit den Verhandlungen mit dem Ostalbkreis", betonte Traub. Ein Tausch sei anvisiert, der Landkreis soll die "Querspange Ost" übernehmen, die genannten Innenstadt-Straßen auf die Gemeinde übergehen. Martin Balle hakte nach, inwieweit der Südkreisel Priorität habe. "Es gibt eine hohe, kurzfristige Erwartungshaltung", meinte Traub. Wesentlich werde eine schnelle Umsetzung davon abhängen, wie sich Land und Bund dazu stellen.

Grünanlage und Rathaus

Otmar Bihlmaier regte an, die Grünanlage beim Rathaus mit Beetreihen und Blumeninseln aufzuwerten. Der Bürgermeister bat Otmar Bihlmaier, mit Vorschlägen auf die Stadtverwaltung zuzukommen.

Peter Beck fragte nach, ob es in Sachen "Energetisches Quartierkonzept" etwas Neues gebe. "Wir sind mit Hochdruck daran", antwortete Traub. Dies vor allem darum, weil das neue Sportzentrum und öffentliche Gebäude eingebunden und ans Nahwärmenetz angeschlossen werden. Im Hölderlinweg werden erste Leerrohre gelegt, um das Rathaus anzubinden.

Das Sportzentrum werde künftig komplett durch Kraft-Wärme-Kopplung, Fotovoltaik und Nahwärme mit regenerativen Energien versorgt, erklärte Traub weiter.

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