So läuft der Ausbau

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Der Regio-S-Bahn-Verein berichtet über Fortschritte der Brenzbahn.

Oberkochen.  Wann kommt die Elektrifizierung, wann die Zweigleisigkeit und wie kommt die Finanzierung in den grünen Bereich? Die Landkreise Heidenheim und Ostalbkreis sind Mitglied im 2015 gegründeten Verein „Regio-S-Bahn Donau-Iller“. Der zweigleisige Ausbau sowie die Elektrifizierung der Strecken stehen dabei im Fokus. Im Zuge des Mobilitätspakts  Aalen-Heidenheim habe die Initiative zum Ausbau und zur Weiterentwicklung der Brenzbahn an Dynamik gewonnen, so Bürgermeister Peter Traub. „Wir haben in der Region in puncto Schienenverkehr Nachholbedarf“, sagte Dr. Oliver Dümmler. Es gehe um vertaktete Verkehre, verdichtete Fahrpläne, um eine optimale Vernetzung mit anderen Angeboten und natürlich um Barrierefreiheit.  Im Verein „Regio-S-Bahn Donau-Iller“ werden die Maßnahmen gebündelt und geplant.
In einem ersten Maßnahmen-Paket sei der Bahnhalt „Oberkochen-Süd“ noch nicht enthalten gewesen, blickte Dümmler auf die Jahre 2010 bis 2014 zurück. Jetzt aber im zweiten Paket seien die Bahnhalte „Oberkochen-Süd“ und „Aalen-Süd“ enthalten, ebenso der halbstündige Takt der Regio-S-Bahn von Heidenheim nach Aalen. Die Untersuchung dieses zweiten Maßnahmenpakets laufe bereits. Bei „Oberkochen-Süd“ gehe es auch um einen Personensteg zum Unternehmen Zeiss. Billig wird das nicht, mit 140 Millionen  Euro Gesamtkosten wird gerechnet, auf die regionalen Partner kämen 26 Millionen Euro zu. Das dritte Maßnahmen-Paket betrifft dann die Elektrifizierung der Gesamtstrecke von Ulm nach Aalen, was allerdings nicht Teil der bisherigen Finanzierung sei. Das Land Baden-Württemberg habe die Mitfinanzierung einer Machbarkeitsstudie in Höhe von 75 Prozent zugesagt – derzeit laufe die Ausschreibung. Die Untersuchung des dritten Maßnahmenpakets soll noch in diesem Jahr über die Bühne gehen. „Oberkochen profitiert von allen drei Ausbaupaketen“, stellte Dümmler fest. Ziel müsse sein, eine gemeinsame regionale Mitfinanzierung für den Ausbau der Brenzbahn zu vereinbaren.

Frühestens 2031/2032 könne der zweigleisige Ausbau realisiert sein, sagte Dümmler auf Nachfrage von Bürgermeister Traub. Martin Balle hinterfragte die Themen Lärmschutz und Zunahme des Güterverkehrs bei Zweigleisigkeit. Lärmschutzmaßnahmen würden im weiteren Planungsprozess thematisiert, erklärte Dr. Dümmler. „Was muss die Stadt Oberkochen zur Realisierung des Bahnhalts Süd tun“, hob Ulrich Marstaller auf eine entscheidende Frage ab. „Nicht vorschnell zubauen“, antwortete der Bürgermeister spontan. Lothar Schell

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