So wird die Zeiss-Kita aussehen

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Viel Grün um die Kindertagesstätte herum: So soll die Kita im Gewerbegebiet von außen aussehen. Visualisierungen: privat
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Ende April ist Baubeginn im interkommunalen Gewerbegebiet. U-3- und Ü-3-Bereich sind als kleines Dorf gestaltet.

Oberkochen

Die Stadtverwaltung Oberkochen und die Firma Zeiss haben mit ihren gemeinsamen Entscheidungen, bei der Kinderbetreuung zukünftig noch enger zusammenzuarbeiten und eine weitere Kindertagesstätte in Oberkochen zu bauen, einen wichtigen Schritt unternommen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter zu verbessern.

Das Kinderbetreuungsangebot in Oberkochen wird um insgesamt 90 Kinderbetreuungsplätze in Ganztagseinrichtung erweitert, davon drei Kleinkindgruppen für die Altersgruppe null bis drei Jahren und drei Gruppen für Kinder von drei bis sechs Jahren. Der Baubeginn soll Ende April 2022 erfolgen und Mitte 2023 soll der Betrieb nach jetzigen Planungen starten.

Akribische Vorbereitung

Das Raumkonzept für die neue Kita wurde gemeinsam mit den Projektbeteiligten und dem Leitungsteam der Kindertagesstätte Wiesenweg erarbeitet. Aufgegriffen und ergänzt wurde dabei das pädagogische Konzept der bisherigen Kindertageseinrichtungen in Oberkochen.

Angestrebt wurde früh im Projekt eine gesamte Vergabe in einem kombinierten Verfahren „Planen und Bauen“. Aus einem europaweiten Teilnahme-Wettbewerb wurde mit drei auserwählten Bietern das Verfahren geführt. Den Zuschlag fürs Projekt hat nun die Firma Weizenegger GmbH aus Bad Wurzach erhalten, die gemeinsam mit dem Architekturbüro se/arch Freie Architekten BDA aus Stuttgart den Entwurf erarbeitet hat.

Dorflinde und Abwechslung

Die neue Kindertagesstätte wird im Interkommunalen Gewerbegebiet entstehen und der Entwurf des Bieters charakterisiert sich durch einen eingeschossigen Baukörper, der sich auf dem Grundstück in einer mäandrischen Form windet, durch die direkt angrenzende Hangböschung im rückwärtigen Bereich des Grundstücks einen abwechslungsreichen Außenspielbereich für die Kinder schafft und sich in der Außenwirkung zurückhaltend in die bestehende Topographie einfügt. Auf dem vorgelagerten Platz mit einer Dorflinde können die Eltern ihre Kinder in Empfang nehmen, und der sehr zentrale Zugang ermöglicht kurze Wege zu den jeweiligen Gruppenbereichen.

Über den Windfang betritt man das Foyer, an das sich der Mehrzweckraum angliedert und das einen Blick in den Außenbereich ermöglicht. Die Gruppenbereiche der diversen Altersgruppen gliedern sich jeweils ans Foyer auf beiden Seiten an.

Ein kleines Dorf

Der U-3-Bereich bildet ein in sich abgeschlossenes Dorf um einen zentral positionierten Spielflur, und jeder der drei Gruppenräume bildet wiederum kleinere Einheiten mit einer direkten Verbindung zum jeweiligen Ess- und Schlafraum.

Der Ü- 3-Bereich gliedert sich auf ähnliche Weise mit einem gemeinsamen Essensbereich und ermöglicht durch gruppenübergreifende Räume, wie dem MINT-Raum und Mal- und Werkraum, die Eigenständigkeit der Kinder zu fördern.

Das Gebäude wird in einer Holzkonstruktionsbauweise errichtet, bei der die Wände teilweise aus einseitig belassenem Brettsperrholz als Sichtholzwände die Atmosphäre im Innenraum bestimmen.

Bei der Außenfassade wird ebenfalls eine Holzeinschalung aus vertikal überlappenden Brettern eingesetzt.

  • Investitionskosten: 9,3 Millionen Euro
  • Die Investitionskosten belaufen sich auf brutto 9,3 Millionen Euro und werden von den beiden Kooperationspartnern jeweils zur Hälfte übernommen. Es handelt sich beim geplanten Gebäude um den Energie-Effizienz-Standard EG 40. Es ist beabsichtigt, entsprechende Fördergelder zu beantragen.
Ein Blick ins Innere der Kita.

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