Sommerschule auf Anhieb ein Erfolg

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Abschluss der Sommerschule am EAG in Oberkochen. Projektleiter herbert Fallscheer (rechts) lässt Mitglieder seines Teams erklären, wie man Tischkicker aus einfachsten Materialien herstellt. Fotos: mam
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Die Ergebnisse der ersten Oberkochener Sommerschule sind vielversprechend. Was das Ernst-Abbe-Gymnasium und die Dreißentalschule dafür auf die Beine gestellt haben.

  • Schüler mit Förderbedarf attraktiv ansprechen
  • Sommerschule ist keine Spezialität des Ernst-Abbe-Gymnasiums und der Dreißentalschule in Oberkochen. Weitere Sommerschulen im Ostalbkreis fanden sich in Aalen, in Ellwangen, sowie an zwei Schulen in Schwäbisch Gmünd. Im Bereich des Regierungspräsidiums Stuttgart fanden insgesamt 28 Sommerschulen statt. Landesweit waren es 79, über mehrere Schularten hinweg: Grundschulen, weiterführende Schulen sowie berufliche Schulen.
  • Und so erklärt das Kultusministerium die Ziele: Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf werden durch ein attraktives Angebot angesprochen, um durch intensive individuelle Förderung die schulischen Kompetenzen in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch weiterzuentwickeln.
  • Die Kooperationspartner setzen sich für ein Rahmenprogramm zur Abrundung des schulischen Angebots ein und tragen somit wesentlich zur Lernmotivation bei. Erlebnisorientierte Elemente sollen die Bildungsangebote außerhalb der Schule ergänzen.
  • Den Kindern sollen überfachliche, soziale, personale und methodische Kompetenzen vermittelt und Freude am gemeinsamen Lernen gefördert werden. Mit „Kopf, Herz und Hand“ sollen sie sich mit fächerübergreifenden Themen beschäftigen und nach einer Woche intensiver Betätigung nach Möglichkeit zum Abschluss die Ergebnisse ihren Eltern vorstellen.

Oberkochen

Die erste Sommerschule in Oberkochen war ein Volltreffer. Darüber waren sich bei der Bewertung der zurückliegenden Woche am Freitagvormittag alle einig, und beileibe nicht nur die Schulleitungen.

Von Montag bis Freitag hatten das Ernst-Abbe-Gymnasium und die Dreißentalschule Oberkochen gemeinsam in den Räumen des Gymnasiums das Projekt „Sommerschule Oberkochen“ an. Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5 und 6 konnten in der letzten Ferienwoche jeweils von Montag bis Freitag Unterstützung in den Fächern Mathematik, Englisch und Deutsch zu bekommen.

Die Sommerschule stand unter dem Motto „Hürden überwinden – Lernen meistern“. Während am Vormittag die Hauptfächer unterrichtet wurden, fanden am Nachmittag spannende Projekte und Teambildungsangebote statt. Dabei unterrichteten Fachlehrerinnen und -lehrer der beiden Schulen. Sie wurden von Jugendbegleitern beider Schulen nach dem Prinzip „Schüler helfen Schülern“ in den einzelnen Unterrichtsfächern unterstützt.

Unterstützt wurde die Sommerschule auch von der Schulsozialarbeit, deren Mitarbeitende jeden Vormittag „Teambildung“ und „Stärkung des Selbstvertrauens“ anboten. Dass dies, neben dem Unterricht, gewiss Erfolg hatte, ließ sich bei der abschließenden Präsentation der Projekte erleben. Theaterpädagogin Lisa-Marie Krauß vom Theater der Stadt Aalen hatte ein kleines Ensemble geformt, das unter Beifall einen Ausschnitt ihres Einstudierten zum besten gab. Kursleiter Hubert Fallscheer vom Aalener Mitmach-Museum „explorinho“ hatte zusammen mit einer jungen Mitarbeiterin ein spannendes Projekt: aus einer Gemüsekiste aus Pappe mit einfachen Materialien einen Tischkicker zu basteln. Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen.

Lesen lassen konnten sich vier kleine Zeitungen, die die Teilnehmer des „Zeitungsprojektes“ erstellt hatten. SchwäPo-Redakteur Manfred Moll hatte am ersten Tag der Sommerschule die verschiedenen journalistischen Genres erklärt. Die Sommerschülerinnen und -schüler schrieben daraufhin Berichte, führten Interviews und machten Umfragen. Diese Texte wurden am Donnerstagnachmittag in druckreife Form gebracht, mit den dazugehörenden Fotos versehen, und als gedrucktes Faltblatt am Freitagvormittag beim Abschluss unter allen Teilnehmenden und deren Eltern verteilt.

Ausnahmslos alle, von den Teilnehmenden über die Lernbegleiter, die Lehrkräfte und die Projektleiter, waren von den Ergebnissen und von der besonderen Atmosphäre dieser ersten Sommerschule sehr angetan. Ein ganz besonders langer Applaus galt der Organisatorin des Ganzen, Studiendirektorin Katja Strümpfel, Mitglied der erweiterten Schulleitung des Ernst-Abbe-Gymnasiums. Sie hatte immer die Fäden in der Hand und erweis sich auch als eine Meisterin der Improvisation, wenn es denn mal nötig war.

Nach der Abschlussveranstaltung mit der Ausgabe von Zertifikaten waren alle zum Hamburger-Essen eingeladen.

Mitglieder des Theaterprojektes zeigen einen Ausschnitt aus ihrer Performance.
Deckblatt einer der vier kleinen Pubkikationen des Zeitungsprojektes.

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