Spatenstich für einen Leuchtturm: Hensoldt-Neubau beginnt

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So plant Hensoldt das Areal im dritten Teil des Gewerbegebiets Süd zu überbauen.
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Startschuss für den dritten Teil des Gewerbegebiets „Oberkochen-Süd“. Nach der Erschließung durch die Stadt folgt das Neubauprojekt von Hensoldt-Optronics.

Oberkochen

Kollektive Freude, aber auch Erleichterung beim Spatenstich an diesem Montag für die ab 2025 neue Heimat von Hensoldt. Zufriedenheit auch beim fast vollständig vertretenen Gemeinderat. Mit dabei sind neben Geschäftsführer Andreas Hülle weitere hochrangige Vertreter von Hensoldt – unter anderem der Leiter der Rechtsabteilung Björn Janouschek, Bernd Maier als Leiter des Operating Standorts und der Geschäftsführer der Redok GmbH, Hans Ehrhardt, sowie vom Planungsbüro der Stadtlandingenieure Joachim Zorn.

Die Erweiterung des Gewerbegebiets und die Erschließung sind Folge eines Neubaus, den Hensoldt dort bis 2024 realisieren will, weil der bisherige Mietvertrag des Rüstungsunternehmens bei Zeiss ausläuft.

„Es war alles nicht so selbstverständlich, wir haben gut kooperiert und zu einer Lösung gefunden, auf die sich Oberkochen und die gesamte Region freuen können“, sagt Bürgermeister Peter Traub. Nach dem Projekt „SMT“ sei das Gewerbegebiet Oberkochen-Süd III wieder eine echte Hausnummer. Traubs Dank galt seitens der Stadt jenen, die Kärrner-Arbeit geleistet hätten, allen voran Stadtbaumeister Johannes Thalheimer und seiner Mitarbeiterin Ina Wamsler.

Traub blickt zurück: circa 80 Grundstücke mussten gekauft werden, der Flächennutzungsplan musste fortgeschrieben und ein Bebauungsplan erstellt werden und man habe das notwendige Zielabweichungsverfahren erfolgreich bewältigt. Der Bürgermeister stellte mit Nachdruck fest, dass „wir es uns im Gemeinderat nicht leicht gemacht haben“. Letztlich habe man auch im Einklang mit Umwelt- und Naturschutz eine sehr vertretbare Lösung gefunden.

Wenn die Erschließung fertig sei, wandere das Projekt in die Hände des Unternehmens Hensoldt, so Traub weiter. Man könne sich über ein Zukunftsprojekt erster Güte freuen und es werde ein städtebaulicher Hingucker.

Teil des Netzwerks

Die Optronics-Highlights seien Jena, Wetzlar und Oberkochen, führte Andreas Hülle aus. Und dort, wo hochrangige Physiker und Optroniker präsent seien, wolle Hensoldt im Netzwerk mit von der Partie sein. Man habe den Hensoldt-Vorstand, das Regierungspräsidium und das Unternehmen Zeiss als Partner von der Philosophie überzeugen können.

Der Hensoldt-Geschäftsführer zitierte die „Vision 2030“ des Unternehmens. Man wolle ein attraktiver Arbeitgeber sein und es werde ein Werk entstehen, das seinesgleichen suche. Das neue Gebäude stehe für einen hohen Innovationsgrad, man wolle zu 100 Prozent Energieneutral werden, die aktuelle Planung stehe bereits bei 72 Prozent. „Einbindung von Windkraft, Karbon-Freiheit und 5 G gehören zu den weiteren Segmenten“, fügte Hülle hinzu, der zudem eine hochmoderne Arbeitsorganisation ankündigte. Damit schlage man als regionaler Arbeitgeber einen guten und nachhaltigen Weg für die Zukunft des Unternehmens in Oberkochen sein. „Wir werden auch unser Zivilgeschäft weiter ausbauen“, fuhr Andreas Hülle fort. Dies neben dem klassischen Verteidigungs- und Rüstungsgeschäft.

Übrigens: Für das niederländische Unternehmen ASML, weltweit größter Anbieter von Litographie-Systemen für die Halbleiter-Industrie, sitzt Hensoldt in Sachen Höchsttechnologie mit im Boot. In Zeiten der Zulieferer-Problematik bekannte Hülle: „Dies wird eine Riesen-Challenge für uns.“

Spatenstich im dritten Abschnitt des Gewerbegebiets Oberkochen Süd mit Bürgermeister Peter Traub (Mitte) und Hensoldt-Geschäftsführer Andreas Hülle (rechts daneben).

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