Stadt Oberkochen geht in Vorleistung an der B19

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Die Anschlussstelle der B19 bei Oberkochen Süd.
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Was gegen die täglichen Rückstaus an der B19 Oberkochen-Süd geschehen soll.

Oberkochen.  Um die Situation an der Anschlussstelle ?Oberkochen-Süd?, wo es immer wieder zu Hauptverkehrszeiten zu gefährlichen Rückstaus kommt, zu verbessern, soll die Anschlussstelle komplett um- und ausgebaut sowie mit einem Radfahrstreifen versehen werden. Im Rahmen des Mobilitätspakts spielt der Individualverkehr auf der Bundesstraße B 19, besonders an der Süd- und Nordrampe, eine bedeutende Rolle. Durch den wachsenden Pendelverkehr, bedingt durch die dynamische Entwicklung insbesondere der Carl-Zeiss-Gruppe, entsteht eine Überlastung der Anschlussstellen vornehmlich am Morgen und am Spätnachmittag. Die Stadt Oberkochen zählt täglich 9000 Ein- und rund 2000 Auspendler.

Weil Verbesserungsmaßnahmen ?eher heute als morgen? getroffen werden sollen, hat sich der Gemeinderat bereiterklärt, die mit dem Umbau verbundenen Kosten in Höhe von voraussichtlich neun Millionen Euro zu übernehmen, obwohl es sich um eine Bundesstraße handelt. Immer wieder war im Gemeinderat angeregt worden, das ?finanzielle Ruder? selbst in die Hand zu nehmen, um Zeit zu gewinnen.

Der Weg zum Ziel: Vor allem auf der Südrampe staut sich der morgendliche Berufsverkehr oft bis auf die Bundesstraße zurück. Ziel des geplanten Umbaus ist eine erhöhte Leistungsfähigkeit der Rampe. Gespräche wurden seitens der Stadt mit der Bundesstraßenbauverwaltung  und dem Land geführt.

Inzwischen haben sich Bund, Land und die Stadt auf einen Entwurf verständigt, der eine optimale Lösung darstellen und den Rückstau auf die B 19 in den Hauptverkehrszeiten gundlegend  beseitigen soll, heißt es im Wortlaut der Vereinbarung.

Die Pläne: Im Detail ist angedacht, einen großen Kreisverkehr in Ovalform zu errichten, der die gesamte Südrampe und die Bundesstraße umfasst und den bestehenden Kreisverkehr vor dem Interkommunalen Gewerbegebiet einbeziehen soll. Die Kosten für dieses ?Monster-Bauwerk? werden auf 7,5 bis zehn Millionen Euro geschätzt.

Wer die Kosten trägt: Der Bund sehe hierfür die Stadt und den Zweckverband ?Interkommunales Gewerbegebiet Oberkochen-Königsbronn? in der Kostenpflicht, auf dessen Gebiet der bestehende Kreisverkehr liege, erklärt Oberkochens Bürgermeister Peter Traub. Nun soll im Rahmen eines Verkehrsgutachtens die Leistungsfähigkeit der Anschlussstelle Oberkochen-Süd untersucht werden. Die Maßnahme wurde vom Landesverkehrsministerium in den Mobilitätspakt Aalen-Heidenheim aufgenommen. ?Lothar Schell

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