Städtepartner seit 30 Jahren

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Partnerschaftsfeier in der Mühlenscheune: In der Bildmitte Bürgermeister Peter Traub, rechts daneben Dr. Adalberto Bordin, Bürgermeister von Montebelluna.
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Oberkochen und Montebelluna sind seit 1992 fest liiert. Über 100 Gäste kommen zum Partnerschaftsfest.

Oberkochen. Gleich viersprachig parlierte Bürgermeister Peter Traub beim Partnerschaftsabend in der Mühlenscheune: Deutsch, französisch, italienisch und ungarisch. Dreißig Jahre Städtepartnerschaft mit der norditalienischen Stadt Montebelluna galt es zu feiern, viele Gäste waren auch aus Dives-sur-mer in der Normandie und aus dem ungarischen Mátészalka da.

Über einhundert Gäste, die größte Delegation waren die Montebelluneser mit Bürgermeister Dr. Adalberto Bordin an der Spitze. Aus Dives waren die beiden Vize-Bürgermeister Chantal Massieu und Denis Leloup gekommen und aus Mátészalka die stellvertretende Bürgermeisterin Mariana Kícsak. Bürgermeister Peter Traub brachte seine Freude über das Wiedersehen nach der langen Corona-Zeit zum Ausdruck. Städtepartnerschaft sei für Oberkochen ein wichtiges Anliegen, das man auch in Zukunft mit Nachdruck pflegen wolle. Bürgermeister Adalberte Bordin aus Monteballuna würdigte die fest gewachsene Partnerschaft mit seiner Stadt. „Wenn sich Menschen internationaler Herkunft verstehen, dann ist dies echte und von unten gewachsene Partnerschaft über alle Grenzen hinweg“, sagte er.

Chantal Massieur aus Dives-sur-mer blickte auf die Europafahne in der Mühlenscheune mit den Worten: „Dies ist ein festes Zeichen für unsere Beziehung.“ Gerade in der heutigen, von kriegerischen Krisen getragenen Zeit, sei dies von großer Bedeutung. Mariana Kicsak aus der ungarischen Partnerstadt Mátészalka überbrachte die Grüße von Bürgermeister Peter Hanusi. In ihrer emotionalen Rede dankte sie der Stadt Oberkochen für die finanziellen Zuwendungen für die nahe Mátészalka angekommenen Flüchtlinge aus der Ukraine. „Wir haben den festen Willen, die Kontakte in Zukunft weiter zu verstärken“, erklärte Kicsak.

Alexander Kolb ging auf die Entwicklung der Städtepartnerschaft mit Montebelluna ein, die überall zu spüren sei, egal ob es um Sport, Kirche, Verwaltung oder auch ganz persönliche Geschichten geht. Nicht unerwähnt ließ Kolb seine persönliche Geschichte, als er 2008 beim Euro-Palio seine heutige Ehefrau Claudia Crema aus Montebelluna kennenlernte.
Harald Wollner gibt Staffelstab an Alexander Kolb weiter

Am Ende der Partnerschaftsfeier gab es dann noch einen emotionalen Akt, als der Ehrenvorsitzende Harald Wollner (85), dem neuen Vorsitzenden Alexander Kolb (33) das Partnerschaftslogo ans Revers steckte. Wollner war nach dem unvergessenen Rudolf Heitele jener Akteur, der der Idee der Städtepartnerschaften in Oberkochen mit Herzblut Nachschub verliehen hatte. „Für mich ist dies Ansporn und Herausforderung zugleich“, dankte Alexander Kolb.

Re. Ehrenvorsitzender Harald Wollner, li. der neue Vorsitzende des Vereins für Städtepartnerschaften Oberkochen, Alexander Kolb

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