Starkes Bekenntnis zum Radverkehr

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Schneller soll es mit dem Rad nach Aalen gehen.
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Klimaschutz ist in aller Munde. Was die Stadt mit ihrem Radverkehrskonzept plant.

Oberkochen.   Im Rahmen des Mobilitätspakts Aalen-Heidenheim sucht die Stadt Oberkochen gemeinsam mit dem Land Baden-Württemberg, den Landkreisen Ostalbkreis und Heidenheim sowie den Städten Aalen und Heidenheim nach Möglichkeiten, wie man den Individualverkehr und damit die Belastungen für Mensch und Natur reduzieren kann.

Radverkehr im Fokus

Neben einer Verbesserung des öffentlichen  Personennahverkehrs liegt der Fokus auch auf  einem umfassenden Radverkehrskonzept.  Die Stadt Oberkochen will laut Bürgermeister Peter Traub bis 2025 über fünf Millionen Euro investieren, was so auch in der mittelfristigen Finanzplanung manifestiert ist. „Klimawende wird viel  Geld kosten, sehr viel Geld“, unterstreicht Traub. Er werde den Bürgerinnen und Bürgern auch einiges abverlangen. „Das muss man ihnen ehrlicherweise sagen, denn alleine läuft das nicht“, fügt Traub hinzu.

Beim Radverkehrskonzept geht es primär darum, das größtmögliche Potenzial zwischen Aalen und Oberkochen im Rahmen des Mobilitätspakts herauszuholen. Es geht um schnelle Radverkehrsverbindungen, Pendlerrouten und Basisrouten. Mit der Planung ist das Büro VAR+ aus Darmstadt beauftragt. Inkludiert ist auch ein Verdichtungsnetz zur flächenhaften Erschließung für alle Zielgruppen.

Schneller nach Aalen

Ein hehres Ziel hat man sich auf die Agenda geschrieben: Neunzig Prozent aller Einwohner Oberkochens sollen im Umkreis von zweihundert Meter eine klassifizierte Route erreichen können. Eine schnelle Radverkehrsverbindung soll es von Aalen über die K 3292 nach Oberkochen in die Aalener Straße geben.

Bereits vor dieser Maßnahme will man sich der Aalener und Heidenheimer Straße widmen, um dann als schnelle Radverkehrsverbindung und über die Heidenheimer Straße zum Kreisverkehr Südrampe B 19 und den gemeinsamen Geh- und Radweg an der B 19 weiterzuführen. Ein Knackpunkt, den man angehen will, sind die Querverbindungen. Etwa von der Röchlingstraße bis zur Aalener Straße, an der Wacholdersteige und den Abzweig zum Kreisverkehr Wacholdersteige.

„Wir wollen die besten Anschlüsse ausloten“, sagt Bürgermeister Peter Traub. Insgesamt hat man für die kommenden Jahre circa fünfzig Kilometer Radverkehrsnetz auf dem Schirm. Eine große Bedeutung hat in der Gesamtplanung der Ziel- und Quellverkehr.

Ausführliche Diskussion

Jede einzelne Maßnahme soll im Gemeinderat ausführlich diskutiert werden. Auch der Radweg ins Wohngebiet „Heide“ müsste eigentlich ins Kalkül gezogen werden. Die Kosten hierfür wären allerdings enorm. Man geht für diese vier Kilometer Radweg von Kosten aus, die in die Millionen gehen.

Das Land Baden-Württemberg will achtzig bis neunzig Prozent der Kosten fördern, allerdings nur Maßnahmen, die als Hauptrouten klassifiziert sind. ⋌

⋌Lothar Schell

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