Tiersteinschule: Umbau wird teurer

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Der Umbau der Tiersteinschule kostet etwa 7,5 Millionen Euro.
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Künftig werden die Musikschule Oberkochen-Königsbronn und die Sonnenbergschule Heimat am Tierstein finden.

Oberkochen

Allein in diesem Jahr wird die Stadt Oberkochen circa 40 Millionen Euro investieren, womit man die bisherige Höchstmarke vom Vorjahr (30,6 Millionen Euro) übertrifft. Zu den Großprojekten zählt neben dem Schulzentrum Dreißental, dem Sportzentrum, dem Neubau der Dreißentalhalle und dem Neubau einer weiteren Kindertagesstätte auch der Umbau der Tiersteinschule. Alle Projekte werden ohne Schulden finanziert.

Beim Umbau der Tiersteinschule schießen allerdings die Kosten ins Kraut. Bereits in seiner Haushaltsrede hatte Bürgermeister Peter Traub betont, dass man die veranschlagten Kosten in Höhe von 4,7 Millionen Euro nicht halten könne, weil zusätzliche Aufwendungen für marode Kanäle und Versorgungsleitungen, für einen erhöhten Brandschutz und für eine umfassende Barrierefreiheit anfallen würden.

Etwa 7,5 Millionen Euro

Des Weiteren sei festgestellt worden, dass zahlreiche schadstoffhaltige Bauteile in Böden, Decken, Traufen und Ortgang ausgebaut, entsorgt und ersetzt werden müssten. Inzwischen geht man nach einer aktuellen Kostenprognose der Architekten und Fachplaner von circa 7,5 Millionen Euro aus. Die SchwäPo hat bei Johannes Thalheimer, Geschäftsbereichsleiter Stadtplanung und Bauwesen, nachgefragt, worum es im Detail geht und wie die zeitliche Planung aussieht.

Das Projekt „Tiersteinschule“ verlaufe aktuell „in ruhigen und geordneten Bahnen“, betont Thalheimer. Mit Spannung schaue er darauf, wenn die Submission vom ersten Ausschreibungsblock Ende Mai vorliege. Dabei geht es unter anderem um Abbrucharbeiten, Demontage Elektro sowie Heizung/Sanitär, Aufzug, Rohbau- und Gerüstarbeiten.

Der Umzug des Kinderhorts in die Container soll zum Schuljahresende erfolgen. Der Baubeginn mit den Außenarbeiten steht dann Ende Juli dieses Jahres auf der Agenda, und Mitte/Ende August soll mit den Abbrucharbeiten im Innenbereich begonnen werden.

Höhere Anforderungen

Dezidiert geht der Stadtbaumeister auf die Verteuerungen ein. Es gehe um allgemeine Preissteigerungen seit Planungsbeginn, die nachträgliche Miteinbeziehung der Hausmeisterwohnung und des Untergeschosses für die Musikschule, wodurch höhere Anforderungen an den Brandschutz gestellt würden.

Teurer werden auch Ausbau und Entsorgung asbesthaltiger Materialien, ein Mehraufwand der Betonsanierung sei zu erwarten und auch für die Sanierung von schadhaften Grundleitungen müsse man zusätzlich investieren. Thalheimer verweist auf die Trennung von Regenwasser und Schmutzwasser im Gebäude, aber auch auf höhere Anforderungen seitens der beiden Schulen in Bezug auf Raumprogramm und Ausstattung.

„Ein barrierefreies Gebäude mit großzügigen Räumen wird entstehen“, erklärt der Stadtbaumeister. Inkludiert sei ein Aufzug über alle Etagen und jede Schule bekomme ihren eigenen Bereich und auch Zugang. Weiterer Zugewinn: Große, gemeinschaftliche Räume, die auch von der Volkshochschule und von den Vereinen benutzt werden können. Die Bauherrenvertretung führt Matthias Schwenk vom Geschäftsbereich Stadtplanung und Bauwesen durch.

Ein barrierefreies Gebäude mit großzügigen Räumen.“

Johannes Thalheimer, Stadtbaumeister

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