Traub weist Vorwürfe der Anwohner von sich

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Anlieger monieren, nicht frühzeitig in das Projekt „Uhlandweg“ einbezogen worden zu sein.

Oberkochen. Im Oberkochener Uhlandweg entstehen eine Sozialstation mit Tagespflege sowie 44 betreute Wohnungen. So wird das Projekt nun auch umgesetzt.

In der Sitzung des Gemeinderats machte Bürgermeister Peter Traub deutlich, dass der Bau der Wohnungen „untrennbar mit der Sozialstation verbunden ist“. Es habe allerdings in der ersten Anhörungsrunde Einwendungen von Anwohnern und der Bürgerinitiative „Rettet den Spielplatz“ gegeben, denen die Stadtverwaltung nun mit dem überarbeiteten Planentwurf antwortete.

Architekt Valentin Brenner ging im Detail auf die Änderungen ein. In der Sitzung gab es weitere Anfragen, die sich im Kern auf die Frage der Anwohner-Beteiligung, auf Grenzabstände, eine Senkung der Gebäude-Höhen, die Beschattungsstudie und um ein zu beschaffendes WC für den Spielplatz bezogen; wobei der Spielplatz in seiner jetzigen Konzeption mit seiner Einbindung in den Quartierplatz gar nicht mehr thematisiert wurde.

Bürgermeister Traub betonte, dass man die Forderung, die geplanten Gebäude um ein Geschoss zu reduzieren, nicht erfüllen könne. Zum einen fügten sich die Gebäude von der Höhe her in die Umgebungsbebauung ein, andererseits würde eine Reduzierung der Geschosse deutlich weniger Wohnfläche bedeuten. Demgegenüber aber würden die Baukosten nicht entsprechend sinken. Auch laufende Kosten wie zum Beispiel für den Fahrstuhl müssen folgerichtig auf die Mieten umgelegt werden.

Den Vorwurf der Anwohner, nicht beziehungsweise nicht frühzeitig eingebunden worden zu sein, wies der Bürgermeister zurück. Es habe die Möglichkeit gegeben, im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens Stellung zu nehmen und Forderungen vorzutragen. „Daraufhin haben die Projektbeteiligten auch reagiert“, erklärte Traub, der auch den Vorwurf zurückwies, die Verwaltung habe kein Interesse am Dialog mit den Anwohnern. Er als Bürgermeister sei kein einziges Mal zu einem Gespräch mit bestimmten Stadträten eingeladen worden. Lediglich Herbert Betzler habe um ein Gespräch gebeten, das noch am selben Tag geführt worden sei.

Der Grundsatzbeschluss für das Projekt Uhlandweg erfolgte einstimmig.

Die Finanzierung

Die Gesamtkosten belaufen sich auf 14,8 Millionen Euro und werden über die städtische Tochter der Stadtwerke Oberkochen GmbH ausgeführt. Die Stadt leistet eine Bareinlage zur Stärkung des Eigenkapitals der Stadtwerke in Höhe von 40 Prozent der Investitionskosten, derzeit 476 8000 Euro. Des Weiteren gewährt die Stadt den Stadtwerken ein inneres Darlehen in Höhe von 715 2000 Euro. Bürgermeister Traub verwies darauf, dass der Finanzierung nur unter der Voraussetzung zugestimmt werde, dass der vorgesehene Quartiers- und Spielplatz öffentlich zugänglich bleibt.

Das Projekt: Die Stadtwerke Oberkochen planen in Zusammenarbeit mit der katholischen Sozialstation St. Martin und der katholischen Kirchengemeinde St. Peter und Paul im Uhlandweg den Bau einer Sozialstation mit Tagespflege sowie 44 Wohneinheiten. Es sollen zunächst 20 Einheiten als betreute Wohnungen angeboten werden. Lothar Schell

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