Überarbeiteter Entwurf fürs Projekt „Uhlandweg“

+
Der Uhlandweg in Oberkochen
  • schließen

Der Grundsatzbeschluss zum Bau einer Sozialstation soll am Montag im Gemeinderat gefasst werden.

Oberkochen. Die Stadtwerke Oberkochen planen in Zusammenarbeit mit der katholischen Sozialstation St. Martin und der katholischen Kirchengemeinde St. Peter und Paul im Uhlandweg den Bau einer Sozialstation mit Tagespflege sowie 44 Wohneinheiten. Hiervon sollen zunächst 20 Wohneinheiten als betreute Wohnungen angeboten werden, im Bedarfsfall können alle 44 Wohnungen als betreute Wohnungen vorgesehen werden. Zudem ist eine Tiefgarage für 38 Stellplätze sowie ein Quartiersplatz und öffentlicher Spielplatz vorgesehen.

Die Stadtverwaltung sieht das Projekt als Maßnahme der Innenentwicklung, um Flächen im Außenbereich zu schonen. Die innerstädtische, bislang im Eigentum der katholischen Kirchengemeinde stehende Baulücke, soll geschlossen und an die Stadtwerke Oberkochen veräußert werden.

Die Überarbeitung auf einen Blick: In den letzten Wochen hatten unmittelbar angrenzende Grundstückseigentümer und die Bürgerinitiative „Rettet den Spielplatz“ ihre Einwendungen gegen das Projekt eingebracht. Es ging um den Erhalt des Spielplatzes und eine aus Sicht der Bürgerinnen und Bürger zu massive Bebauung und Verdichtung, auch um zu geringe Grenzabstände. In mehreren Flugblättern und Petitionen war dies zum Ausdruck gebracht worden.

Auf Nachfrage betont die Stadtverwaltung, dass die geplanten Gebäude sich gut in die Umgebungsbebauung einfügten und „nicht gegen baurechtliche Vorschriften verstoßen.“ Um die Situation zu befrieden, wurden die Architekten beauftragt, den Entwurf zu überarbeiten. Dabei geht es um die folgenden fünf Punkte:

Abrücken von Grenze: Die nördlich geplanten Gebäude drei und vier werden weitere 2,85 Meter von der nördlichen Grenze abgerückt.

Fahrbahnrand: Der nördlich geplante Fahrradunterstand wird in den Innenhof zwischen die Gebäude zwei und drei verlegt.

Spielplatz: Der ursprünglich zwischen den Gebäuden zwei und drei geplante Spielplatz wird versetzt und in den geplanten Quartiersplatz in der Mitte des Gebäude-Ensembles integriert. Für den Quartiers- und Spielplatz wird eine separate Planung erarbeitet.

Größerer Abstand: Gebäude eins wird um weitere 1,50 Meter nach Westen verschoben, um den Grenzabstand zu den Grundstücken am Primeltweg zu vergrößern.

Bebauungsplanentwurf: Der Bebauungsplanentwurf „Bühl-Gutenbach, 7. Änderung“ soll zugunsten der Angrenzer entsprechend angepasst werden.

Einwendungen hatte es auch in puncto Beschattung der angrenzenden Wohngebäude gegeben und es wurde eine Verringerung der Geschosszahl gefordert. Nach einer Verschattungsstudie werde ersichtlich, dass die geplanten Gebäude die angrenzenden Wohngebäude entweder gar nicht oder nur marginal verschatten würden, argumentiert die Stadtverwaltung. Allenfalls während der Monate November bis Januar würden einzelne nördlich gelegene Wohnhäuser in der Heinz-Küppenbender-Straße teilweise verschattet. Durch das Abrücken der geplanten Gebäude drei und vier von der nördlichen Grundstücksgrenze werde diese Verschattung jedoch reduziert. „Der Forderung der Anwohner, die Zahl der geplanten Geschosse von drei auf zwei zu reduzieren bzw. eine kleinteilige Bebauung aus Ein- und Zweifamilienhäusern vorzusehen, kann schon aus Wirtschaftlichkeitsgründen nicht entsprochen werden“, betont Bürgermeister Peter Traub. Ausdrücklich wird im Beschlussvorschlag für die kommende Gemeinderatssitzung darauf hingewiesen, dass der vorgesehene Quartiers- und Spielplatz stets öffentlich zugänglich bleiben müsse. Lothar Schell

Zurück zur Übersicht: Oberkochen

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL

Kommentare