Ukraine erinnert an Afrikas Leid

+
Helene Dingler bei ihrer letzten Ugandareise 2018. Foto: privat
  • schließen

Helene Dingler ist mit ihrem Team weiterhin ungebrochen im Einsatz.

Königsbronn. „Bei mir kommen Erinnerungen hoch an den Zweiten Weltkrieg, den ich selbst erlebt habe“. Das sagt Helene Dingler vom Königsbronner Seegartenhof. Erst die Sorgen durch die Corona-Pandemie, jetzt Hunger und Nöte an allen Enden, fügt sie hinzu. Ihr Dank gilt den Comboni-Missionaren, Ärzten und Schwestern und ihrem Team der Uganda-Hilfe sowie allen Spendern.

Dingler erinnert an den Krieg in Nord-Uganda bei ihrem ersten Besuch. Viele Tote, eine vertriebene Bevölkerung und massenweise Kriegsverletzte sehe sie vor ihren Augen, wenn jetzt der Krieg in der Ukraine tobe. Hinzu komme die Klimakatastrophe, die Afrika voll treffe. „Wir versuchen zu helfen, soweit dies möglich ist“, sagt sie, auch wenn die Herausforderung riesig sei. Nahrungsmittel seien knapp, die Lebensmittelpreise stiegen immer mehr.

Helene Dingler ist froh, dass alle Schulen und Ausbildungsstätten nach zwei Jahren Lock-down wieder geöffnet sind. Viele Familien hätten aber ihr Einkommen verloren und seien auch nicht mehr in der Lage, Schulgeld zu bezahlen. Ebenso mussten Azubis abbrechen und hätten keine Möglichkeit, ohne finanzielle Hilfe weiterzumachen.

Dingler verweist aber auch auf hoffnungsvolle Nachrichten. So habe die Uganda-Hilfe in der Schwestern- und Hebammen-Schule die Kosten für einige Schülerinnen übernommen. „Ausbildung ist der Schlüssel zur Minderung der Armut“, sagt sie.

Der Alltag mit der großen Zahl von 277 Auszubildenden sei in der Handwerkerschule von Konrad Tremmel wieder langsam eingekehrt, berichtet sie. Die Missionsarbeit in Opit wurde inzwischen an die Diözese übergeben. Das Bau-Team an der Mittelschule in Pater Gerners Pfarrei in Opit habe einige Klassenzimmer renoviert.

Kaum Nahrung und Medikamente

„Wir danken für jede Spende in dieser schweren Zeit“, sagt Dingler. So brauche Bruder Bernhard Hengl dringend Unterstützung für den Süd-Sudan zum Kauf von Nahrungsmitteln und Medikamenten. Der Süd-Sudan sei von Überschwemmungen heimgesucht worden.

„Wir machen weiter, mit Zuversicht und Gottvertrauen“, blickt Helene Dingler in die Zukunft. ⋌Lothar Schell

Spendenkonto: Katholische Kirchengemeinde, Heidenheimer Volksbank

IBAN: DE34 6329 0110 0034 1100 20.

Kontakt: helene.dingler@gmx.de

Zurück zur Übersicht: Oberkochen

Kommentare