Verkehr auf der B19: CDU will den großen Wurf

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Die CDU strebt den großen Wurf an. Dazu zählt auch ein größeres Baugebiet. Wie etwa im vorderen Spitztal.

Um Staus zu reduzieren, fordern die Christdemokraten auch ein größeres Wohngebiet in Oberkochen.

Oberkochen. Konkrete Ideen zur Verkehrsentlastung entwickelte der CDU-Stadtverband Oberkochen bei seiner jüngsten Sitzung. "Zügig und ohne Denkverbote" lautet die Marschroute der CDU. Die Situation auf der B 19, vor allem auf der Höhe der Gemarkung Oberkochen, sei für viele Menschen nicht mehr tragbar.

Oberkochen habe bei der Gründung des neuen Gewerbegebiets viel Geld in die Hand genommen, und man sei auch ein gewisses Risiko eingegangen, erklärte CDU-Stadtverbandsvorsitzender Martin Balle.

Heute profitiere die gesamte Region davon wie auch deren Kommunen und Städte. "Wir sind froh über diese wirtschaftliche Entwicklung, aber Hauptbetroffene der Belastungen sind die Bürgerschaft von Oberkochen und Tausende von Pendlern", so der Vorsitzende weiter.

Um weiteren Verkehr zu vermeiden, rege die CDU auch dringend die Ausweisung eines entsprechend großen Wohngebietes in Oberkochen an. "Wir brauchen ein Wohngebiet, das dem Namen an sich auch gerecht wird", fügte Balle hinzu. Ziel sei insgesamt die "Ermöglichung eines klimaschonenden, zügigen Verkehrsflusses auf der B 19". Der CDU-Stadtverband entwickelte Ideen und Gedanken sowie folgende Szenarien:

  • Zweigleisiger Ausbau der Schiene zwischen Aalen und Heidenheim sowie deren Elektrifizierung und erforderliche Taktung,
  • Zusätzlicher Bahnhalt in Oberkochen-Süd,
  • Adäquate Ampelschaltung,
  • Weitere ÖPNV-Förderungen und Shuttle-Busse,
  • Anpassung der Parkplatzsituationen und eine Förderung von Fahrgemeinschaften,
  • LKW-Fahrverbote für Autobahn-Maut-Vermeider,

Wir brauchen ein großes Wohngebiet in Oberkochen.

Martin Balle Vorsitzender CDU-Stadtverband
  • Forcierung der Radwege-Planung,
  • Umfahrung des gesamten Gewerbegebiets,
  • Mehrspuriger Ausbau der B 19/Höhe Oberkochen,
  • Neubaugebiet in Oberkochen.

Im Ganzen stelle das Thema eine historische Aufgabe dar, hieß es bei der Sitzung. Gerade deshalb gelte es, nicht unnötig weitere Zeit zu verlieren.

Im Gremium erinnerte man sich, dass Anfang der Jahrtausendwende in relativ kurzer Zeit das interkommunale Gewerbegebiet umgesetzt worden sei. Heute gehe es um die damit verbundenen Auswirkungen. Bereits im November vergangenen Jahres habe Landrat Klaus Pavel beim Bürgerforum der CDU betont, dass es keine Denkverbote geben dürfe. "Dahinter stehen wir zu hundert Prozent", erklärte Martin Balle.

Wohnen und Arbeiten müssten praktisch miteinander verzahnt werden. Dazu gehöre, so Balle, dass der Regionalverband Ostwürttemberg und das Land "Oberkochen mehr Wohnen zugestehen muss". Es dürfe jetzt auch nicht zu Störfeuern gewisser Akteure kommen, die sich mit Lippenbekenntnissen für eine rasche Beseitigung des Verkehrs stark machten und dann gute und sinnvolle Lösungen durch Klagen und Bürgerbegehren verhinderten.

Um in erforderlichem Maß und Zeitrahmen voranzukommen, plädierte der CDU-Stadtverband für eine konzertierte Aktion mittels einer "Interdisziplinären Task Force". Zudem wolle man eruieren, ob es nicht schon ähnliche Projekte mit entsprechenden Erfahrungen gebe.

Auf keinen Fall wolle man eine Umsetzungsdauer und Hängepartie à la "Umfahrung Mögglingen". Der CDU-Stadtverband machte deutlich, dass dies der ganzen Region Ostwürttemberg und auch dem Wirtschaftsstandort schaden würde.

Schließlich wurde das interkommunale Positionspapier für einen Mobilitätspakt als sehr gute Basis angesehen. "Jetzt gilt es, entschlossen zu handeln", erklärte der Stadtverbandsvorsitzende.

Stoßstange an Stoßstange: der Verkehr auf der B19. Zurzeit wird er wegen Straßensanierung durch Oberkochen geleitet. Archivfoto: hag

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