Vier Jahrzehnte für die Nächstenliebe

+
40 Jahre Partnerschaft Kirchengemeinde St. Peter und Paul mit Kariobangi Foto: ls
  • schließen

Starke Partnerschaft zwischen St. Peter und Paul und Slumgemeinde Kariobangi.

Oberkochen.  Es sind bewegende Bilder der Armut, aber es sind auch hoffnungsvolle Bilder des Aufbruchs für die Zukunft junger Menschen am Rande der kenianischen Hauptstadt Nairobi, die der Comboni-Missionar Pater Andrew Wanjohi im Edith-Stein-Haus zeigt. Pfarrer Andreas Macho begrüßt jene, die sich um die Partnerschaft und die Unterstützung der Slum-Gemeinde verdient gemacht haben: Pater Josef Gerner ist da, einen Tag vor seinem 87. Geburtstag. „Ich gehe wieder nach Afrika“, sagt Gerner, dessen Herz für Kariobangi und für die Uganda-Hilfe von Helene Dingler vom Königsbronner Seegarten-Hof schlägt. Anwesend ist auch Bruder Hans Eigner, der bekennt: „Wir müssen weiter machen. Ich kenne keinen Ort in Afrika, an dem so viel an positiver Entwicklung durch die Comboni-Missionare gelaufen ist.“ Auch Barbara Adolf ist gekommen, die mit ihrer Nähmaschine seit vielen Jahren kreativ ist und auf diese Weise über 40 000 Euro an Spenden sammelte.

Joan Brstiak von der Missio in Aachen dankt für die „großherzigen Spenden aus Oberkochen“, die beispielhaft seien und viel bewirkt hätten. Dann wird ein Partnerschaftsgebet für Kariobangi und Oberkochen gesprochen im Edith-Stein-Haus. Darin heißt es: „Vor Dir lieber Gott, sind alle Menschen gleichwertig, egal welcher Abstammung und welcher Kultur.“ Pfarrer Macho erinnert an die Anfänge der Partnerschaft, die  von Albert Seckler nach einem Besuch in Kariobangi auf den Weg gebracht worden war. „Wir freuen uns, dass binnen vierzig Jahren viel Gutes gewachsen ist“, so Macho.

Auf Nahrungssuche in einer Müllhalde

In Wort und Bild präsentiert Andrew Wanjohi das aktuelle Geschehen im Slum-Gebiet. Bilder von einer riesigen Müllhalde, in der Menschen nach Nahrungsmitteln und verwertbaren Gegenständen suchen, um sie zu sammeln und zu verkaufen. Er berichtet von vielfältigen Projekten, die Rehabilitation, Eingliederung und Bildung zum Ziel haben. Tenor: Von der Straße weg in die Schule. Weg von der Müllhalde, weg von Alkohol und Drogen. Kinder und Jugendliche werden resozialisiert, bekommen ein warmes Essen. Es wird ein Pass für Straßenkinder  mit institutionalisierter Hilfe ermöglicht, damit die jungen Menschen nicht als Kriminelle eingestuft werden. Streetworker und  Sozialarbeiter helfen dabei, um den Weg in ein geregeltes Leben zu finden. Es wird Platz geschaffen, an dem Jugendliche abseits des Müllplatzes leben können. Schulen und schulische Bildung werden auf den Weg gebracht, aber auch die unterschiedlichsten Programme für Sport und Musik. „Diese Partnerschaft ist ein Segen im Zeichen der Nächstenliebe“, sagt Pater Josef Gerner. ⋌Lothar Schell

Zurück zur Übersicht: Oberkochen

Kommentare