Vorentscheidung fürs neue Gewerbegebiet?

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Die Oberkochener Flächen zur Erweiterung der Gewerbegebiete.
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Der Gemeinderat will am kommenden Montag den Entwurfs- und Aufstellungsbeschluss fürs Gewerbegebiet „Oberkochen Süd, Teil III“ fassen. Worum es geht

Oberkochen Die Entscheidung ist von großer Tragweite und Grundlage dafür, dass das Unternehmen Hensoldt erweitern und seinen Standort in Oberkochen behalten kann. Die Aufstellung des Bebauungsplans war vom Gemeinderat bereits im Januar beschlossen worden. Während der öffentlichen Auslegung sind achtzehn Schreiben zu den Planentwürfen eingegangen. Moniert wurde unter anderem die Verletzung des Gebots der Verhältnismäßigkeit. Im Detail: Auf Grund der Hanglage würden 83000 Quadratmeter in Anspruch genommen und nur wenig Grundfläche (44000 Quadratmeter) entstehen. Ferner würden durch die Zulassung von fünfzehn bis zwanzig Meter hohen Gebäuden Schallemissionen der B 19 in Zukunft deutlich stärker in Wohngebiete der Stadt reflektiert. Ein Hauptpunkt der Einsprecher war der Klimaschutz und die Durchbrechung des regionalen Grünzugs. Weitere Kontra-Argumente waren Aspekte wie Grundwasser, Hochwasserschutz und Bodenfunktion.

Neue Situation

Während der öffentlichen Auslegung ergab sich, dass ein 1,7 Hektar großer Bauplatz im südlich angrenzenden Gewerbegebiet „Oberkochen-Süd II“ für eine Umsiedlung des Unternehmens Hensoldt zur Verfügung steht. Dabei handelt es sich um jene Fläche, die ursprünglich „YG-1“ für eine Weiterentwicklung vorbehalten hatte (wir berichteten). Damit eröffnete sich die Möglichkeit, die räumliche Ausdehnung des Bebauungsplans „Oberkochen-Süd III“ im nördlichen Bereich zurückzunehmen. Gleichzeitig waren beide Gewerbegebiete zu verbinden, um den bei vier Hektar liegenden Flächenbedarf des Unternehmens bedienen zu können. Die Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange wurden darüber informiert, dass das Beteiligungsverfahren vorläufig vorzeitig gestoppt werde. Weiter wurde darüber informiert, dass keine Auswertung bzw. Abwägung der Stellungnahmen stattfinden werde, da das beabsichtigte Gewerbegebiet zumindest im ursprünglichen Flächenumfang nicht weiterverfolgt werde. Nun wurde auf der Grundlage des geringeren Flächenbedarfs durch Einbeziehung von Flächen im Geltungsbereich der Entwurf des Bebauungsplans „Oberkochen Süd, III“ und der örtlichen Bauvorschriften zum Bebauungsplan überarbeitet, womit sich die Inanspruchnahme des regionalen Grünzugs reduziert.. Bereiche, die für den Natur- und Artenschutz wertvoll sind, könnten so ausgespart bzw. reduziert werden. Durch die Umsiedlung des Unternehmens Hensoldt seien auch kaum spürbare Veränderungen in punkto Verkehr zu erwarten.

Weiteres Vorgehen

Wie bereits im Entwurf des Bebauungsplans vorgesehen soll die verkehrliche Erschließung durch eine Verlängerung der Straße „Am Märzenbuckel“ in nördlicher Richtung erfolgen. Bedingt durch notwendige Angleichungsarbeiten durch eine Zusammenführung der Flächen aus dem bestehenden Gewerbegebiet „Oberkochen Süd II“ mit dem jetzt geplanten Baugebiet bedarf es einer Änderung des nördlichen Teils des rechtskräftigen Bebauungsplans. „Oberkochen Süd, II“. Diese Änderung soll dadurch erfolgen, dass die betreffenden Flächen ins Gebiet des rechtskräftigen Bebauungsplans „Oberkochen Süd, II“ einbezogen werden. Summa summarum wird sich der Geltungsbereich von ursprünglich 8,3 Hektar auf eine Fläche von 6,1 Hektar reduzieren. In der kommenden Sitzung des Gemeinderats am 6. Dezember soll der Aufstellungsbeschluss gefasst werden. Ferner ein Beschluss über die Flächennutzungsplan-Einzeländerung für die neue Gewerbebaufläche. Anschließend erfolgt die öffentliche Auslegung und parallel dazu wird die Beteiligung der Behörden und der sonstigen Träger öffentlicher Belange durchgeführt.

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