Wandern und Radfahren boomt in der Pandemie

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Volkmarsbergturm und Hütte
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Schwäbischer Albverein Oberkochen hält Generalversammlung in der Volkmarsberghütte.

Oberkochen. Etwas eingeschränkt war das Vereinsleben unter Pandemie-Bedingungen zwar im letzten Wanderjahr, trotzdem verloren die Mitglieder nicht den Mut. Mit Kreativität und Engagement gelang es den Mitgliedern, aktiv zu bleiben und die Zeit sinnvoll zu nutzen.

Besucher auf dem Volkmarsberg dürfen sich schon seit längerem wieder über Kaffee, Kuchen und Vesper freuen, bei schönem Wetter ja sowieso am liebsten draußen. Die Planung des Hüttendienstes ist zurzeit eine echte Herausforderung, weil die Verordnungen sich laufend ändern können. Dennoch gelang es meistens, den Gästen den gewohnten Service zu bieten. Und auch die Zeit der Hüttenschließung verstrich nicht ungenutzt: Abgeschliffen und neu lackiert erstrahlen die Bänke und Tische nun im neuen Glanz, dank des Einsatzes von Florian Neumann und Albert Schwarz. Auch innerhalb der Hütte konnten Reparaturen und Wartungsarbeiten erledigt werden, so wurden zum Beispiel die Fenster neu abgedichtet.

Andreas Ludwigs Rückblick auf das vergangene Wanderjahr fiel diesmal recht kurz aus, große Veranstaltungen konnte es nicht geben. Die Sonnwendfeier 2021 war seit langem der erste Höhepunkt auf dem Volkmarsberg und diesmal besonders gut besucht.

Dafür berichtete Anton Trittler von der Holzmachergruppe von nahezu uneingeschränkter Aktivität rund um die Hütte und die Wege des Albvereins. Besonders viel Arbeit machte dabei die Bekämpfung des Schwalbenwurzes, einer Pflanze, die sich in jüngster Zeit auf den Wiesen ausbreitet. Dagegen kommt man selbst mit Schafen nicht an, weil denen das Kraut nicht schmeckt. Anton Trittler lobte seine Truppe für ihren unermüdlichen Einsatz und betonte, dass Neuzugänge stets herzlich willkommen sind.

Nicht weniger fleißig waren die Wandererinnen und Wanderer der Ortsgruppe, der Frauengruppe und der Wandergruppe der Älteren. Statt in der Pandemie-Zeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren, traf man sich lieber in Oberkochen und wanderte in der nahen Umgebung.

Die Angebote erfreuten sich jedes Mal großer Beliebtheit. Auch die Radtouren konnten durchgeführt werden, pandemiebedingt eben in Kleingruppen, was den Mitgliedern ebenso viel Spaß machte.

Personelle Änderungen wird es wenige geben. Die Vorsitzenden Andreas Ludwig und Florian Neumann wurden einstimmig wiedergewählt, ebenso der Kassierer Helmut Engel und die Schriftführerin Bettina Vogt-Schillings.

Wie angekündigt wird allerdings Sybille Schwark nicht mehr als Wanderwartin tätig sein. Eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger gibt es zwar noch nicht, aber es sind bereits Lösungen in Arbeit. Eine wichtige Aufgabe der Wanderwartin war es seither, den Wanderplan zu erstellen und drucken zu lassen. Dies wird sich aber in Zukunft ändern, denn der Verein ist bestrebt, sich in diesem Bereich zu modernisieren und verstärkt auf digitale Medien und soziale Netzwerke zu setzen, um stets mit aktuellen Informationen dienen zu können. Das kommt dann vor allem jungen Familien zugute, die es gewohnt sind, alles mal schnell zu „googlen“, statt langfristig schriftliche Broschüren zu wälzen.

In diesem Bereich wird es also mehr als genug Arbeit geben. Überhaupt soll die Kinder- und Jugendarbeit wieder mehr in den Blick genommen werden. Bereits letztes Jahr lag ein tolles erlebnispädagogisches Konzept für die Oberkochener Kindergärten vor, aber durch die Pandemie wurde dies alles auf unbestimmte Zeit verschoben. Andreas Ludwig zeigte sich jedoch zuversichtlich und steht in Kontakt mit der Pädagogin des Schwäbischen Albvereins.

Sehr zur Freude der Mitglieder war auch der stellvertretende Gauvorsitzende Konrad Vogt anwesend, auch in seiner Funktion als Leiter der Wandergruppe der Älteren. Er gab einen interessanten Einblick in seine Arbeit im Gauvorstand und lobte die vielen Aktiven in Oberkochen, die selbst in dem schwierigen letzten Jahr das Vereinsleben am Laufen gehalten haben.

Schlussendlich dankte der Vorsitzende Andreas Ludwig allen, die dafür sorgen, dass sowohl der Hüttenbetrieb, als auch Veranstaltungen stets reibungslos ablaufen können. Das sind nicht nur die aktiven Mitglieder, sondern auch die Leute von der Feuerwehr für die Wasserversorgung und die Brandwachen, die Männer vom städtischen Bauhof fürs Schneeräumen und die Müllentsorgung und Herr Fischer, der das Abwasser entsorgt.Lothar Schell

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