Warum der Aufsichtsrat zurücktritt

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Der Heideladen in Oberkochen läuft gut – ein Grund dafür ist die Corona-Pandemie, erklärt Victoria Sieben. Jetzt ist eine außerordentliche Generalversammlung angesetzt.
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Außerordentliche Generalversammlung im Oberkochener Mühlensaal für Freitag, 20. November, geplant. Was sind die Gründe? Neue Kandidaten für das Gremium stehen bereits fest.

Oberkochen

Die Genossenschaftsmitglieder des Oberkochener Heideladens haben dieser Tage besondere Post erhalten. Sie sind zu einer außerordentlichen Generalversammlung am Freitag, 20. November eingeladen. Wer die Tagesordnung liest, erschrickt möglicherweise. Zwar werden die beiden neuen Vorsitzenden Diana Schmidt und Victoria Sieben vorgestellt. Unter Top 3 wird aber angekündigt, dass der gesamte Aufsichtsrat gleichzeitig zurücktritt. Einzig Lilo Burger stellt sich bei der Sitzung am 20. November zur Wiederwahl im Aufsichtsrat.

Was ist geschehen? Im September hat Dietmar Wolter seinen Rückzug als Vorsitzender des Aufsichtsrats signalisiert und sein Amt zur Verfügung gestellt; Werner Fischer als dessen Stellvertreter hatte bereits die Vorsitzfunktion interimsweise übernommen, als Wolter in der jüngsten Vergangenheit abwesend gewesen sei. "Ich kann die Aufgabe nicht mehr zu 100 Prozent ausfüllen", sagt Dietmar Wolter auf Nachfrage. Das sei aber nötig in dieser Position. Werner Fischer habe signalisiert, dass er nicht bereit sei, den Aufsichtsratsvorsitz auf Dauer zu übernehmen. Auch von den weiteren drei Aufsichtsräten – Hartmut Müller, Lilo Burger und Christiane Hofmann – sei niemand bereit gewesen, ihm im Amt zu folgen.

Das hat nun Konsequenzen. "Wir machen den Weg frei für einen neuen Vorsitzenden und dessen Vize", betont Dietmar Wolter. Man müsse die Entscheidung der einzelnen Gremiumsmitglieder respektieren und gleichzeitig für den Heideladen Sorge tragen, dass die Ehrenämter auch weiterhin gut besetzt seien. Mit der außerordentlichen Versammlung leite man nun die Nachfolge ein.

Das bestätigt auch eine der beiden Vorsitzenden des genossenschaftlichen Ladens, Victoria Sieben. Die Vorsitzende spricht im Zusammenhang mit der Nachfolge auch von einem Generationenwechsel, von gesundheitlichen Problemen und, wie Dietmar Wolter auch, von einer Chance auf einen Neuanfang mit jüngeren Ehrenamtlichen.

Der Heideladen floriere dank der Corona-Pandemie besonders. "Damit sind die Aufgaben für den Aufsichtsrat gewachsen", erklärt Sieben. Mit dem höheren Umsatz einhergehe also eine Mehrarbeit und größere Verantwortung des ehrenamtlichen Aufsichtsrats. Die könnten die neuen, jüngeren Kandidaten Richard Burger, Lilo Burger, Götz Hopfensitz, Helmut Funk und Astrid Ehm leichter bewerkstelligen.

Wird Aufsichtsrat entlastet?

Auf die Entlastung des Gremiums angesprochen, versichert Dietmar Wolter, dass es keine Unregelmäßigkeiten gebe. "Sie können davon ausgehen, dass am 20. November der komplette Aufsichtsrat auch entlastet wird", sagt Wolter.

"Es gibt weder Unregelmäßigkeiten noch Streitereien", betont auch Vorsitzende Victoria Sieben. Im Fokus der außerordentlichen Generalversammlung stehe einzig die Verjüngung des Aufsichtsrates. "Das Procedere dafür haben wir gemeinschaftlich in diversen Gesprächen so entschieden", erklärt Sieben die außerordentliche Versammlung. Der Heideladen liege allen Beteiligten am Herzen.

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