Weichen stellen für künftige Energie

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Die Schwimmbecken am neuen Sportzentrum werden bereits von Nahwärme proftieren.
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  In Oberkochen wird eine Nahwärmenetzversorgung aufgebaut. Was das genau ist und worum es dabei geht.

Oberkochen 

Die Wärmeversorgung von Gebäuden ist ein zentraler Ansatzpunkt, um die vorgegebenen Klimaschutzziele zu erreichen“, sagt Bürgermeister Peter Traub.

In der Tat entfallen dreißig Prozent der in Deutschland verbrauchten Energie auf die Haushalte. Davon wird die meiste Energie für die Heizung von Gebäuden verbraucht. Rund 87 Prozent der von Haushalten insgesamt benötigten Energie entfallen auf die Erzeugung von Wärme, davon 75 Prozent auf die Raumheizung, weitere zwölf Prozent auf warmes Wasser. „Die Klimawende wird aber viel Geld kosten, das muss jedem klar sein“, unterstreicht der Bürgermeister und er fügt hinzu: „Sie wird den Bürgerinnen und Bürgern einiges abverlangen.

In Oberkochen hat man sich bereits auf den Weg gemacht. Der Gemeinderat hat mit der Erstellung eines Energetischen Quartierskonzepts einen wichtigen Schritt beschlossen, mit dem die Weichen in Richtung klimafreundliche Energieversorgung und CO2-neutrale Kommune gestellt werden sollen. Dieses Konzept bildet die Grundlage zum Aufbau eines Nahwärmenetzes. Damit wird den Bürgerinnen und Bürgern in Zukunft eine umweltfreundliche Alternative geboten, mit der der Einsatz fossiler Energieträger reduziert und die finanziellen Belastungen einer immer weiter steigenden CO2-Abgabe vermieden werden können. In einem ersten Schritt wird eine Heizzentrale beim Bauhof errichtet und das künftige Sportzentrum ans Nahwärmenetz angeschlossen. Dieses Nahwärmenetz soll dann sukzessive weiter ausgebaut werden. Im Zuge des Hölderlinwegs wurden bereits Rohre vorverlegt, weitere Straßen werden folgen

CO2-Neutralit ist oberstes Ziel

Als Gesellschafter der GEO unterstützt die Stadt bereits den  Aufbau von Fernwärmenetzverbünden. Die GEO ist nun auch Partner der Stadt beim  Aufbau eines Nahwärmenetzes in Oberkochen. Als Vorzugsräume haben sich hierbei das Gebiet vom neuen Sportzentrum in der „Schwörz“ bis zum Ernst-Abbe-Gymnasium samt den Straßenzügen Beethovenstraße und Hölderinweg sowie einem kleinen Stück der Aalener Straße. Der Standort für eine Heizzentrale ist beim städtischen Bauhof  südlich der Kläranlage vorgesehen. Auf Grund der Lage am Stadtrand muss hierfür eine längere Wärmenetztrasse in Kauf genommen werden. Westlich des Hölderlinwegs schließt sich einweiterer Vorzugsraum als zweiten Bauabschnitt an. Dieser reicht über den Gutenbach-Weg und die Heinz-Küppenbender-Straße bis zur aktuell geplanten Sozialstation mit Tagespflege und betreuten Wohnungen am Uhlandweg. Als Ergänzungsgebiet bum zweiten Bauabschnitt kommen zudem da Rathaus und die Wohngebäude nördlich der Walther-Bauersfeld-Straße bzw. am Gerhart-Hauptmann-Weg in Betracht. „Wir hoffen insgesamt, dass zahlreiche öffentliche und private Mietwohngebäude angeschlossen werden“, so der Bürgermeister.

„Die Wärmeversorgung von Gebäuden ist ein zentraler Ansatzpunkt.“

Peter Traub, Bürgermeister

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