Wenig Interesse an Stadtentwicklung

Der Abschlussbericht von „wohnenunlimited“ wurde in der jüngsten Sitzung erörtert.

Oberkochen. Stadtrat Peter Beck brachte seine Enttäuschung auf den Punkt: „Kaum Interesse der Bevölkerung“, sagte er. 2015 war das GEK gestartet, es hatte bis heute mehrere öffentliche Termine gegeben, kaum Interesse der Bevölkerung.

Beim jüngst online veranstalteten Bürgerdämmerschoppen waren zwei Bürger mit von der Partie und bei der Bürgerbeteiligung waren gerade einmal fünfzehn Anregungen artikuliert worden. Dabei, so Beck, liege ein gutes Konzept der Kommunalentwicklung GmbH auf dem Tisch, das der Stadt wegweisende Fingerzeige für die Orientierung der Stadt in Sachen Innenentwicklung und Nachverdichtung geben könne.

Immer wieder höre man, die Stadt mache ja nichts. „Fakt ist, dass die Stadt nicht dem Bürgermeister und dem Gemeinderat, sondern den Bürgern gehört“, betonte der FBO-Stadtrat.

Tanja Hetterich ließ den Gesamtprozess noch einmal Revue passieren (wir berichteten vom Bürgerdämmerschoppen). Sie unterstrich, wie auch Bürgermeister Traub, dass der Außenentwicklung nicht zuletzt durch Restriktionen Grenzen gesetzt seien.

Insgesamt 280 Wohneinheiten müssten in Oberkochen entstehen. Optimistisch gesehen könnten laut der Recherche der der LBBW zwischen 148 und 195 Wohneinheiten entsehen. Wichtig sei, dass die Stadt veraltet das Baurecht vereinheitliche angesichts veralteter Baupläne, die teils aus den 1950er und 1970er Jahren stammten. Ein gesamter Flächenzusammenhang müsse hergestellt werden.

Werbung für Nachverdichtung und Innenentwicklung müsse konstant in der Öffentlichkeit platziert werden und in punkto privater Flächen müsse die Stadt verstärkt mit den Grundstückseignern kommunizieren.

„Das Konzept hat sich gelohnt, da steckt viel Arbeit drin“, meinte Bürgermeister Peter Traub, der ganz explizit den Einsatz von Ina Wamsler und Jennifer Eberhard seitens der Stadt würdigte. „Nur neue Wohngebiete, das geht nicht“, sagte Traub.

Auf der anderen Seite sei der Zugriff auf private Grundstücke schwer. Eigentum sei grundrechtlich geschützt, die Stadt könne allerdings Anreize geben und auf Fördermöglichkeiten hinweisen. Martin Balle schätzte auf Grund des Wirtschaftsstandorts den Wohnplatzbedarf noch höher ein als im Entwicklungskonzept angegeben. Außen vor bleibe etwa die „1A-Fläche mit möglichem Geschosswohnungsbau und Nachverdichtung in der Innenstadt.“ „Wir haben einen höhreren Bedarf als wir decken können“, stellte Rainer Kaufmann fest.

David Sievers wollte wissen, was die Stadt mit eigenen Häusern in der Innenstadt umzugehen gedenke. Sievers verwies auf das Gebäude „Aalener Straße 23“ und „Heidenheimer Straße 5“ (ehemaliges Elektra-Gebäude). Hier müsse man das richtige Timing beachten, erklärte der Bürgermeister.

Bei den Gebäuden werde sich in einigen Jahren etwas tun. In der Heidenheimer Straße 5 solle ein markantes Wohn- und Geschäftshaus entstehen. Man brauche andererseits das „Gebäude Aalener Straße 23“ quasi zur Vorhaltung, um dort den Geschäftsleuten der „Heidenheimer Straße 5“ ein Interim bieten zu können. Sievers verwies auch auf das Gelände im Starenweg, das der Stadt gehöre und bebaubar wäre.

Die Gebäude seien schon lange abgebrochen, meinte der Bürgermeister. Man wolle hier allerdings auf einer zusammenhängenden Fläche eine Planung erstellen. Der Gemeinderat nahm den Abschlussbericht zustimmend zur Kenntnis und gab sein Einverständnis zur Vornahme der abschließenden Gesamtabrechnung in Höhe von 56 000 Euro.

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