Wenn's dringend ist: öffentliche Toilette in Oberkochen

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Wer in Oberkochens Innenstadt künftig muss, kann ab 2022 die Toilette im Edith-Steiner-Haus nutzen.
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Die katholische Kirchengemeinde will die Genehmigung geben für die Mitbenutzung der Toilette.

Oberkochen. Ja, es war eine schwere Geburt mit der Toilette in der Innenstadt. Eigentlich hätte auf dem neuen Stadtplatz eine Toilette gebaut werden sollen. Die kam, warum auch immer, nicht zustande.

Eine haarscharfe Entscheidung

Jetzt hat der katholische Kirchengemeinderat, wenn auch nur haarscharf, mit 7:6-Stimmen, die Türen geöffnet. Auf Initiative einzelner Gemeinderäte, allen voran Peter Beck von den Freien Bürgern, und von Kirchengemeinderat Peter Hoffrogge hatte es bereits Ende Juni ein Treffen des Technischen Ausschusses mit dem katholischen Kirchengemeinderat gegeben. Auch Pfarrer Andreas Macho und Bürgermeister Peter Traub wohnten bei.

Das Gespräch hat gefruchtet, mit knapper Mehrheit stimmte der Kirchengemeinderat für die öffentliche Mitbenutzung der Toilette im Edith-Stein-Haus. Es wurde vereinbart, dass die Stadt Oberkochen ein entsprechendes Angebot an die katholische Kirchengemeinde unterbreitet.

Zuerst war eine WC-Zeile im Gespräch

In vielen Bürgerfragestunden hatte Roland Winter die Notwendigkeit einer öffentlichen Toilette angemahnt. Als Alternative hatte die Stadtverwaltung eine WC-Zeile, ähnlich wie am Bahnhof, vorgeschlagen. „Die jetzige Lösung ist bei Weitem besser“, sagte Bürgermeister Peter Traub. Für diese Lösung sprechen laut Traub die räumliche Nähe und der barrierefreie Zugang an der Außenseite.

Der katholischen Kirche sagte Bürgermeister Peter Traub zu, durch verschiedene organisatorische und bauliche Maßnahmen eine öffentliche WC-Nutzung zu ermöglichen und zu finanzieren.

Wer reinigt die Toilette im Edith-Stein-Haus?

Die Toilette soll von 11 Uhr bis 21 Uhr, mit Ausnahme auch samstags für den Wochenmarkt ab 7 Uhr und am Sonntag für die Gottesdienstbesucher, geöffnet sein. Die Stadtverwaltung schlägt ein zeitgesteuertes Türschließungssystem vor, wenn dies gewünscht wird. Die tägliche Reinigung übernimmt der städtische Reinigungsdienst der „S.O.F.A.“. Eine Sicherheitstüre soll eingebaut werden, die ein Betreten der Räume im Edith-Stein-Haus ausschließt und gleichzeitig die Nutzung von Besucherinnen und Besuchern im Edith-Stein-Haus ermöglicht.

Ferner schlägt die Stadt einen zeitlich befristeten Probebetrieb vor. Bei Veranstaltungen der Kirchengemeinde im Edith-Stein-Haus soll die öffentliche Toilette im Ermessen der Kirchengemeinde für die Öffentlichkeit kurzzeitig verschlossen bleiben. Die Nutzungsbedingungen sollen in einem Vertrag festgelegt werden.

Eine entsprechende Nutzung ist ab 2022 angedacht. Im restlichen Jahr 2021 muss die Interimslösung im Gebäude „Aalener Straße 3“ in Anspruch genommen werden.

Lothar Schell

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