Werbung und der neue Planetenweg

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Der Römerkeller in Oberkochen dient als Beispiel, wie ein Naturdenkmal plastisch und informativ herausgeputzt werden kann.
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Die Stadt Oberkochen hat bereits viel zu bieten in Sachen Natur und Naturdenkmäler. Die Fraktionen im Gemeinderat liefern Ideen, wie dies ergänzt und vermarktet werden soll.

Oberkochen

Dass Oberkochen touristisch zu wenig für sich wirbt, dass hier Luft nach oben ist, macht immer wieder Richard Burger deutlich. „Man muss das werbemäßig unter die Leute bringen“, so der SPD-Fraktionschef.

Keine Frage, Oberkochen hat mit der Wacholderheide, dem Volkmarsberg, dem Arboretum im Wohngebiet Heide, dem Bilzhaus oder dem Miniweinberg schonviel zu bieten. Dennoch, Verbesserungspotenzial liegt auf der Hand und die Etatberatungen haben gezeigt, dass man den Fokus weiter auf Natur und Tourismus setzen will. CDU, Freie Bürger und Grüne sind im Boot.

Ein klares Ja gab es dafür, einen sogenannten Planetenweg in Angriff zu nehmen. In einem geeigneten Maßstab sollen Schautafeln mit Informationen über die Sonne und die Planeten vom Rathaus aus ins Wolfertstal und auf den Volkmarsberg führen. Dort ist die Frequenz an Wanderern und Spaziergängern hoch und mit dem Planetenweg soll die Möglichkeit gegeben werden, die „kosmische Heimat erwandern zu können“, wie Richard Burger betont.

Ein klassisches Beispiel, wie man ein Naturdenkmal plastisch und informativ herausputzen kann, sind der Römerkeller und das Arboretum. Der Planetenweg soll auch im Zusammenhang gesehen werden, die Stadt nicht nur als Arbeitsplatz für Berufspendler, sondern auch für Wochenendausflügler und Touristen attraktiver zu machen.

„Freizeitthemen und Tourismus unterstützen wir gerne“, sagt Peter Beck von den Freien Bürgern. Mit dem von der FBO initiierten Antrag zur Erstellung einer Pumptrack-Anlage im vorderen Wolfertstal entstehe eine weitere Einrichtung für Naherholung und Tourismus, die wohl im Sommer 2022 fertiggestellt sein wird, verwies er. Bemerkenswert dabei, dass Jugendliche in Eigeninitiative großen ehrenamtlichen Einsatz leisten.

Kleinbiotope und Trittsteine

Die Gemarkung Oberchen bietet großes Potenzial an Kleinbiotopen und Trittstein-Flächen für eine Biotopvernetzung. „Trittsteine sind ein wichtiges Element des Biotop-Verbunds“, sagt Richard Burger. 60.000 Euro sind jetzt in den Haushalt eingestellt, vorausgegangen war ein gemeinsamer Antrag von SPD und Bündnis 90/Die Grünen. Ein Fachbüro soll beauftragt werden, um die umsetzungsorientierte Planung für einen Biotopverbund auf der Gemarkung der Oberkochen durchführen zu können. Damit solle ein wichtiger Beitrag geleistet werden, um dem Rückgang der Arten und der Artenvielfalt entgegenzuwirken, erklärt Dr. Joachim Heppner (Grüne). Die Umsetzung der Maßnahmen können mit bis zu 70 Prozent gefördert werden. Heppner sagt auch, dass durch die Ausweisung des Gewerbegebiets „Oberkochen-Süd III“ zusammenhängende Biotope zerstört würden. Als Ausgleich müssten neue zusammenhängende Biotope durch Verbundmaßnahmen geschaffen werden.

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