Werden „Lamm“ und „Ochsen“ reaktiviert?

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Gibt es eine Zukunft für die Gebäude?

Die Stadt Oberkochen will die ehemaligen Gaststätten beleben. Diese Ideen gibt es.

Oberkochen. Bei gutem Wetter ist die „Neue Mitte“ bestens besucht, gegenüber im Eiscafé herrscht auch viel Leben. Doch links und rechts davon sind das „Lamm“ und der „Ochsen“ verwaist. Der Ochsen ist entkernt, im Lamm findet sich noch ein Versicherungsbüro. Beide Gebäude gehören dem Oberkochener Geschäftsmann Edgar Beier. Die Stadt möchte die beiden Gebäude erwerben, um die Innenstadt weiterentwickeln zu können.

Ursprünglich hatte die Stadtverwaltung im Sinn, die Gebäude abzureißen, um stattdessen Wohnungen und attraktive Fachgeschäfte realisieren zu können. Lange Zeit kam man überhaupt nicht ins Gespräch miteinander. Es hatte den Anschein, die Gespräche zwischen dem Eigentümer und der Stadt seien festgefahren, und es rankten sich Gerüchte in der Stadt bezüglich der Zukunft der beiden Traditionshäuser.

Stadt will „Lamm“ kaufen

Dann kam Bewegung in die Sache. Die Stadt konnte das „Lamm“ pachten. „Ja, wir haben die Hoffnung, dass die Stadt ab 2023 das Lamm erwerben kann“, betont Bürgermeister Peter Traub auf Nachfrage dieser Zeitung. Für die Weiterentwicklung der Innenstadt sei dies ein bedeutender Eckpunkt. Der Eigentümer habe bereits Umbauten vorgenommen und seine Bereitschaft erklärt, das Gebäude zusammen mit der Stadt fertigzustellen und zu renovieren.

Der „Ochsen“ ist komplett entkernt. Kurzfristige Erwartungen müssten zurückgestellt werden, beide Gebäude könnten zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht verkauft werden, betonen die Gesprächspartner. Die Stadt ihrerseits hat zumindest ein verbindliches Kaufangebot an die Eigentümer abgegeben.

Lange wurde seitens der Stadt überlegt, die Gebäude mit Einzelhandel zu beleben. „Damit tun wir uns schwer in Oberkochen“, betont der Bürgermeister. Durch die Pandemie habe man noch mehr Schwierigkeiten damit. Da stünden Interessenten nicht Schlange. Es gibt nur noch wenige Einzelhändler in Oberkochen. Private Einzelhändler, die Risiko tragen, gibt es kaum mehr. Großketten verlangten nach großen Flächen und die könne man in Oberkochen nicht anbieten und für einen Magneten fehle das Einzugsgebiet, macht Traub klar und er fügt hinzu: „An Einzelhandel ist nicht gedacht.“ Man müsse auf andere Weise versuchen, die Innenstadt zu beleben und so denke man daran, gastronomische Möglichkeiten zu nutzen. Mit anderen Worten: „Lamm“ und „Ochsen“ reaktivieren. ls

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