Weshalb ein Nachklapp im Oberkochener Uhlandweg ausbleibt

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Rathaus Oberkochen
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Ein Anliegen von Bernhard Schönherr auf Höhenminderung künftiger Gebäude im Uhlandweg wurde im Gemeinderat negativ beschieden. Das sind die Gründe.

Oberkochen

Im Uhland-/Primelweg, wo eine Sozialstation und städtische Wohnungen entstehen, wird es keine weitere Reduzierung der Gebäudehöhen geben. Bernhard Schönherr hakte im Gemeinderat nach, ob eine Absenkung des Walmdachs um  ein bis zwei Meter möglich sei. Die Dachneigung werde so gehalten, dass die künftigen Gebäude flacher seien als die Nachbarbebauung, antwortete Bürgermeister Peter Traub. Diese Antwort habe er bereits in der vorletzten Sitzung am 20. Juni gegeben. Die Planung „Uhlandweg“ stehe und daran werde festgehalten. Diese sehe ein flachgeneigtes Walmdach mit 21 Grad vor. Im Übrigen, so Traub weiter, sei die Runde der Anhörungen und Einwendungen abgeschlossen.

Schönherr zum Zweiten

In der Sitzung am 20. Juni war es bekanntlich zu einem Disput von Schönherr mit dem Bürgermeister gekommen. Schönherr warf Traub nun „Diffamierung“ vor. Der Schultes habe „die Fassung verloren und sich im Ton vergriffen“. „Ein Ordnungsruf hätte es auch getan“, meinte Bernhard Schönherr weiter.

„Ich habe Sie nicht diffamiert, es war nur ein direkter Ton, so wie Sie ihn auch pflegen“, antwortete das Stadtoberhaupt. Noch einmal betonte Bürgermeister Traub, dass Schönherr die damalige Sitzung ständig mit Kommentaren gestört und despektierliche Äußerungen gemacht habe. „Ich lasse es nicht zu, dass Gemeinderäte, die sich ehrenamtlich fürs Allgemeinwohl einsetzen,  in der Öffentlichkeit als Deppen bezeichnet werden“, fuhr Traub fort. Im Wiesenweg werde für eine halbe Million Euro ein Spielplatz vom Feinsten gebaut, so der Schultes, dies würdige Schönherr in keinster Weise.  

In der Schwäbischen Post, so Schönherr, sei er „vom Schreiber dieser Zeilen angefeindet worden“. „Das, was Herr Schell in der SchwäPo berichtet hat, war punktgenau alles richtig“, antwortete der Bürgermeister.

Vorläufig Gassicherheit

Roland Winter wollte wissen, wie es um die Gasversorgung in Oberkochen stehe. „Momentan gewährleistet“, sagte Bürgermeister Traub. Wenn die Gaslieferungen aus Russland weiter reduziert würden, könne es knapp werden. Momentan arbeite der Gemeinderat an einer „kommunalen Gas-Notfallversorgung“. Da Gas auch zur Stromerzeugung gebraucht werde, könne es durchaus sein, dass es im Winter „nicht nur kalt, sondern auch dunkel wird“, sagte Traub. Positiv merkte er an, dass die GEO Vorsorge geleistet und Gas für 2023, eventuell auch für 2024, eingekauft habe. Wenn allerdings Vorlieferanten ausfielen, so Traub, könne ein Problem entstehen.

Solar im Schulzentrum?

Roland Winter erkundigte sich zudem nach einer weiteren Solar-Ausstattung im Dreißental-Schulzentrum. Seit 2005 sei bereits eine PV-Anlage auf dem sanierten Altbau installiert und weitere Solaranlagen seien geplant, erklärte Traub.

Neues Heizwerk beim Bauhof

Bernhard Schönherr fasste nach zum Thema Hackschnitzel, Pellets und Fernwärme. Der Bürgermeister informierte, dass in einem ersten Schritt beim Bauhof ein Heizkraftwerk gebaut werde, mit dem das neue Sportzentrum und anschließend öffentliche Gebäude, wie die Schulen und das Rathaus, beheizt werden. Holz sei dabei als Energieträger ein Teil. Man könne aber nur so viel Holz verwenden, wie dies aus heimischen Wäldern anfalle.

Klar machte Traub auch, dass es sich dabei nicht um hochwertiges Holz handle, sondern um Restholz. Die Realgenossenschaft sei für die Stadt dabei ein wichtiger Partner, außerdem werde Holz aus städtischen Wäldern herangezogen.

Neues Müllfahrzeug

Der Gemeinderat hat der Ersatzbeschaffung eines neuwertigen Müllfahrzeugs zum Preis von 20 387 Euro zugestimmt. Der Auftrag zur Beschaffung des „Mini Truck“, Baujahr 2022, wurde an die Firma Wilhelm Mayer in Neu-Ulm vergeben.

Ablöse

Der Gemeinderat hat der Ablösevereinbarung für sechs Kfz-Stellplätze, die im Zusammenhang mit dem Baugesuch „Einbau von Dachgauben“ und sechs Gästezimmern im Gebäude Dreißentalstraße 22 nachzuweisen sind, zugestimmt. Der Ablösebetrag: 6000 Euro je Kfz-Stellplatz.

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