Wie geht's weiter mit der Wand?

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Nicht genehmigte Gabionenwand. Archivfoto: ls

Zweimal hatte der Technische Ausschuss eine nicht genehmigte Gabionenwand im Tiersteinweg zurückgewiesen.

Oberkochen. Die Sache jährt sich. Zweimal hatte der Technische Ausschuss bereits sein Veto eingelegt. Am 31. März hat das Gremium das dritte Mal dieses Thema vor der Brust.

Zum Werdegang: Das Landratsamt hatte bei einer Baukontrolle festgestellt, dass der Bauherr eine 1,50 Meter hohe Gabionenwand erstellt hat, die nicht genehmigt war. Zur nachträglichen Genehmigung wurden seitens des Bauherrn Pläne eingereicht, die neben der bereits erstellen Gabionen-Schallschutzwand und einer vorhanden Gartenhütte die Planung eines Gewächshauses beinhaltete. Der Ausschuss hatte bereits im Januar 2020 das Einvernehmen hierfür versagt.

In den dann geänderten Plänen bot der Bauherr an, die Gabionenwand auf 1,14 Meter zu reduzieren. Den vierzig Zentimeter breiten Bereich zwischen der öffentlichen Fläche und der Gabionenwand wollte der Bauherr mit einer Hecke aus heimischen Sorten bepflanzen. "Wir können keinen Präzedenzfall schaffen, es geht in erster Linie um die Einengung des Straßenraums", hatte der stellvertretende Bürgermeister Richard Burger betont, der beim letzten Veto die Sitzung für den verhinderten Bürgermeister Peter Traub geleitet hatte. Man habe die Befürchtung, dass andere Anrainer auch Mauern hochzögen, fügte Rainer Kaufmann damals hinzu.

Dies war Mitte Juli letzten Jahres, die Mauer steht auch heute noch mit einer Höhe von 1,50 Meter. Der Tenor damals im Rat: "Was ist überhaupt der Beschluss eines Ausschusses wert?"

Bürgermeister Peter Traub erklärte auf Nachfrage: "Ich hatte bereits am 5. Februar ein persönliches Gespräch mit dem Bauherrn". Man habe einen möglichen Kompromiss erzielt, der aber noch vom Technischen Ausschuss genehmigt werden müsse. "Hierzu muss der Bauherr einen geänderten Bauantrag einreichen", fügt Traub hinzu. Sofern die Verwaltung diesen Bauantrag in den nächsten Tagen erhalte, gehe er davon aus, dass die Angelegenheit in der nächsten Sitzung des Technischen Ausschusses am 31. März abschließend beraten werden könne, so die Hoffnung des Bürgermeisters.

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